drei münchner in berlin

Hoffen auf die Staffel

von Redaktion

400 Meter: Johannes Trefz führt schnelle Gruppe an

München – Für Johannes Trefz schließt sich bei der EM ein Kreis. Vor genau zehn Jahren startete er erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft, der U18-Wettbewerb fand damals ebenfalls in Berlin statt. Der mehrfache 400-Meter-Meister Kamghe Gaba war im Stadion, Trefz holte sich ein Autogramm. Mittlerweile ist der LG-Stadtwerke-Sprinter selbst mehrfacher Deutscher Meister.

Beim Finale im Juli hat Trefz, 26, die Stadionrunde sogar mit einer persönlichen Bestleistung absolviert: 45,70 Sekunden, in einem hochklassigen Rennen. Es war sein dritter Titel in Serie.

Das Finale war das schnellste der letzten zehn Jahre, gleich vier Läufer blieben unter 46 Sekunden. Mit Blick auf die EM sind die gezeigten Leistungen vor allem für die 4×400-Meter-Staffel vielversprechend. „Wir sind sehr gut aufgestellt und machen uns berechtige Hoffnungen auf das Finale“, erzählt Trefz. Wenn alles perfekt läuft, könnte die deutsche Staffel vielleicht sogar ein Wörtchen um die Medaillen mitreden. Es wäre ein Ausrufezeichen in einer Disziplin, in der der DLV zuletzt bei großen Wettkämpfen teilweise nicht vertreten war.

Auch Trefz verpasste die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. Die Gründe dafür sieht der Zwei-Meter-Mann auch bei der Konkurrenz. „Die Weltspitze ist extrem durch die Decke geschossen“, sagt er, acht, neun Leute könnten unter 44 Sekunden laufen: „So brutal war es noch nie.“

Im Einzelwettbewerb will der gebürtige Starnberger mindestens ins Halbfinale und seine persönliche Bestzeit nochmals verbessern. „Und dann mal sehen, wofür es reicht“, sagt der Langsprinter, dessen nächstes großes Ziel die Olympischen Spiele 2020 sind. christian stüwe

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