Silber für Bötticher, Welte holt Bronze

von Redaktion

Bahnrad-EM: Auch Reinhardt/Kluge landen im Madison auf dem zweiten Platz

Glasgow – Kein Gold, aber Silber für Sprinter Stefan Bötticher und Bronze für Zeitfahrerin Miriam Welte – auch ohne EM-Titel war der vorletzte Tag der Bahn-Wettbewerbe für die deutschen Athleten bei den European Championships kein „blauer“ Montag. Zumal noch ein zweiter Platz für die Berliner Theo Reinhardt und Roger Kluge im Madison hinzukam.

Am dichtesten war Ex-Weltmeister Bötticher am ganz großen Coup dran. Doch im ersten Finallauf leistete sich der 26-Jährige einen taktischen Fehler, als er seinen Kontrahenten Jeffrey Hoogland auf der Innenbahn vorbeiziehen ließ. Dieses Geschenk nahm der Niederländer dankend an und erwies sich auch in Durchgang zwei als der Stärkere.

Titelverteidigerin Welte steigerte sich im Vergleich zur Qualifikation, auch wenn sie ihren Vorjahressieg nicht wiederholen konnte. Erleichtert stieß die Pfälzerin die Fäuste in die Luft, nachdem sie in 33,600 Sekunden den Zielstrich passiert hatte und beinahe noch Silber geholt hätte.

„Meine Beine waren nach den Rennen in den vergangenen Tagen etwas müde, das waren sehr harte Tage. Deshalb bin ich sehr, sehr froh darüber, dass ich die Medaille noch holen und mich gegenüber heute Morgen noch einmal deutlich steigern konnte“, sagte Welte. Erneut hatte sie auch ihre schwer verletzte Teamkollegin Kristina Vogel im Sinn: „Die Zeiten sind nicht einfach, ich bin in Gedanken bei Kristina.“

Bötticher hatte in der Vorschlussrunde große Nervenstärke bewiesen. Im entscheidenden dritten Halbfinallauf gegen Jack Carlin aus Großbritannien kam der Sachse zu Fall, anschließend mussten seine Pedalen wieder gerichtet werden. In der Wiederholung ließ er dem Lokalmatadoren keine Chance.

Bereits am Nachmittag hatten im Zweier-Mannschaftsfahren die Weltmeister Reinhardt und Kluge den EM-Titel und damit das Double verpasst. Beim Finalrennen mussten sich die beiden Berliner nur dem belgischen Duo geschlagen geben.

„Wir hatten schon ein wenig mit Gold geliebäugelt, aber wir bleiben ja Weltmeister. Die Belgier waren in den Sprints ein bisschen spritziger, deshalb haben sie auch verdient gewonnen“, sagte Kluge.

Robby Ghys und Kenny de Ketele hatten schon zu Beginn des 50-km-Rennens einen kleinen Vorsprung herausgefahren, den sie bis zum Ende verteidigten. Rang drei ging an Oliver Wood und Ethan Hayter aus Großbritannien.

Die europäischen Titelkämpfe im Bahnradsport werden am heutigen Dienstag (12.00 Uhr) mit vier Entscheidungen abgeschlossen.  sid

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