Unterhaching bricht ein bisschen ein

von Redaktion

In personeller Überzahl kassiert die Schromm-Truppe noch den Ausgleich – Lob von Cottbus-Coach Wollitz

VON KLAUS KIRSCHNER

Cottbus – Das war schade, nur zwei Minuten fehlten der SpVgg Unterhaching, um sogar die Tabellenführung in der 3. Liga übernehmen zu können. Doch nach der 2:0-Führung bis in die 88. Minute musste sich das Team von Trainer Claus Schromm bei Energie Cottbus mit einem 2:2 begnügen. Da bleibt nur ein Trost, denn nach drei Spieltagen ist die Spielvereinigung weiter ungeschlagen.

Trainer Schromm musste gleich zwei absolute Leistungsträger ersetzen: So fehlten der gesperrte Spielmacher Sascha Bigalke und der verletzte Torjäger Jim-Patrick Müller. Dafür rückten Luca Marseiller und Dominik Widemann in die Anfangsformation. „In dieser Saison zahlt es sich aus, dass wir auf allen Positionen doppelt gut besetzt sind“, meinte Präsident Manfred Schwabl.

Im Hexenkessel von Cottbus behielten die Hachinger, zumindest bis in die hektische Schlussphase hinein, die Nerven. Die Abwehr stand kompakt, und Haching versuchte durch schnelle Konter zum Erfolg zu kommen. In der 22. Minute hatte Abwehrspieler Alexander Winkler noch Pech, dass sein Schuss am Querbalken landete. Doch kurz vor dem Pausentee schlugen die Hachinger dann eiskalt zu: Die Vorlage von Rückkehrer Lucas Hufnagel verwandelte Luca Marseiller zum 0:1.

Nach dem Seitenwechsel mussten sich die Hachinger gegen die wütenden Angriffe des Aufsteigers aus Cottbus erwehren. Mit einigen Wechseln versuchte Trainer Schromm die Stabilität der Defensivabteilung zu stärken. Das Konzept schien auch aufzugehen. So erzielte Torjäger Stephan Hain, auf Zuspiel von Winkler, in der 84. Minute das 0:2. Doch die Hachinger freuten sich zu früh und brachen in der hektischen Schlussphase etwas ein.

In der 88. Minute köpfte der Cottbuser Kapitän Marc Stein zum Anschlusstreffer ein. Wenig später dezimierten sich die Gastgeber durch die Ampelkarte von Kruse. Doch die Hachinger verloren in personeller Überzahl den Kopf, denn in der Nachspielzeit erzielte Stein unter dem Jubel der Energie-Fans noch den kaum mehr erwarteten Ausgleich.

Trotzdem zog Schromm ein positives Fazit: „Wir haben uns sehr gut aus der Affäre gezogen und mutig nach vorne gespielt, allerdings dürfen wir dann die 2:0-Führung nicht mehr hergeben“. Der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz lobte die Hachinger: „Diese Mannschaft hat viel individuelle Klasse.“

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