Entwarnung bei Alaba: Bänder sind heil

von Redaktion

Außenverteidiger erlitt eine starke Knieprellung – keine Aussage über die Länge der Pause

Frankfurt – Auf der Ehrenrunde hat David Alaba gefehlt, auch davor bei der Siegerehrung war der Österreicher nicht dabei. Die Schmerzen im lädierten linken Knie hinderten ihn am Sonntag daran, noch einmal die Kabine im Frankfurter Stadion zu verlassen. Es ließ sich womöglich verschmerzen, der Supercup ist zwar ein netter Einstieg in die Saison, das 5:0 gegen Eintracht Frankfurt sicher gut fürs Selbstbewusstsein, aber auf der vereinsinternen Titel-Hitliste steht der Erfolg dann doch sehr weit unten.

Das Spiel war so etwas wie ein erster Härtetest, für Alaba ein sehr schmerzhafter. In der 75. Minute war der Außenverteidiger nach einem Zweikampf mit Danny da Costa liegen geblieben und hatte sich sofort ans linke Knie gegriffen. Anschließend wurde er von zwei Mitarbeitern der medizinischen Abteilung vom Platz geführt. Die Bayern mussten die Partie zu zehnt beenden, da sie schon dreimal gewechselt hatten.

Später, erzählte Trainer Niko Kovac, sei Alaba „traurig in der Kabine“ gesessen. Aber bevor er Richtung Mannschaftsbus humpelte, ließ er sich doch noch mit dem Pokal ablichten.

Kovac hatte noch am Sonntagabend große Sorgen geäußert, dass Alabas Verletzung schwerwiegender sein könnte. Die Diagnose nach der Untersuchung gestern brachte leichte Entwarnung. Die Bänder sind heil geblieben, aber eine starke Prellung des Kniegelenks verhindert auf jeden Fall seinen Einsatz im Testspiel am Mittwoch beim Hamburger SV (18 Uhr, Sport1) und womöglich auch den drei Tage später in der ersten Runde des DFB-Pokals bei beim Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel.

Das Gelenk werde nun ruhiggestellt und „täglich von der medizinischen Abteilung“ kontrolliert, teilten die Bayern mit. Während die Münchner in der Vergangenheit so manche Verletzung heruntergespielt hatten und die erst einmal prognostizierte Ausfallzeit dann oft viel kürzer war als die tatsächliche, halten sie sich dieses Mal bedeckt. Es werde „je nach Heilungsverlauf von Tag zu Tag entschieden“, wann Alaba wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen könne.

Vermutlich ändert die Verletzung des 26-Jährigen nicht viel an der Wertschätzung, die die möglichen Backups im Kader bei Kovac haben. Rafinha und Juan Bernat scheint der 46-Jährige jedenfalls nicht für gut genug zu halten, um Alaba auf der linken Abwehrseite über einen längren Zeitraum zu ersetzen. „Ich habe eine sehr gute Mannschaft“, sagte Kovac noch ehe er die genaue Diagnose erhielt. Aber sollte sich herausstellen, dass der Österreicher länger ausfalle, „machen wir vielleicht noch was“, kündigte der Bayern-Trainer an.  es

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