Bei den Spekulationen um die Verpflichtung von Niko Kovac als neuen Trainer des FC Bayern hat Uli Hoeneß klargestellt, dass Thomas Tuchel entgegen der öffentlichen Wahrnehmung „niemals unsere erste Wahl“ gewesen sei. Auch die Darstellung, der frühere Dortmunder Coach habe den Münchnern im Winter eine Absage erteilt, stimme so nicht: „Eine Absage kann man ja nur erteilen, wenn man ein konkretes Angebot hat, und das hatte er nicht.“ Es sei so gewesen, dass Tuchel Angst bekommen hatte, dass ihm Paris abspringt, „er wurde da nervös, weil es ihm bei uns zu lange gedauert hat“. Hoeneß rechtfertigte aber das Werben um Jupp Heynckes: „So einen großen Trainer, der den Karren bei uns aus dem Dreck gezogen hat, lässt man nicht sausen.“ Das Projekt mit Carlo Ancelotti sei laut dem Präsidenten „total in die Hose gegangen“, in Kovac habe man nun „einen jungen Trainer, der die Sprache der Spieler spricht, auf Augenhöhe – wenn er so weitermacht, wird er viele Jahre bei Bayern bleiben.“ Julian Nagelsmann sei ein „toller Trainer, der in drei, vier, fünf Jahren sicher mal ein Kandidat sein kann – aber nicht jetzt, in seinem Alter und mit seiner Vita. Er war auch nie für 2019 im Auge.“ awe