Der FC Liverpool hat Torwart Alisson nicht wegen der Patzer von Keeper Loris Karius in der Königsklasse verpflichtet. „Das Champions-League-Finale – und das können mir die Leute glauben oder nicht – hat mit der Verpflichtung von Alisson überhaupt nichts zu tun“, sagte Trainer Jürgen Klopp im „Kicker“-Interview. „Hätten wir es gewonnen und Alisson wäre auf dem Markt gewesen, hätten wir es trotzdem gemacht.“ Karius sah sich heftiger Kritik ausgesetzt, nachdem ihm im Finale gegen Real Madrid (1:3) zwei schwere Fehler unterlaufen waren.
Der ehemalige Kölner und Hoffenheimer Bundesliga-Profi Anthony Modeste hat den Weltverband FIFA angerufen, um im Transferstreit mit seinem chinesischen Verein Tianjin Quanjian zu vermitteln. Der 30-Jährige will den Super-League-Klub der Mitte wieder verlassen. Zuletzt wurde er von seinem Arbeitgeber in drei Spielen nicht mehr eingesetzt. Modeste fürchtet, dass Tianjin bis zum Ende des Transferfensters am 31. August nicht zum Einlenken bereit ist. Die FIFA soll ihm deshalb helfen und Einfluss auf den chinesischen Verein nehmen.
Die Kritik an den Änderungen am Ethik-Code des Weltverbandes FIFA reißt nicht ab. Nach dem früheren Ethikkommissions-Vorsitzenden Hans-Joachim Eckert erhebt nun auch der ehemalige FIFA-Kontrolleur Miguel Maduro schwere Vorwürfe in Richtung des Verbands unter Führung von Präsident Gianni Infantino. „Ich sage schon seit einiger Zeit, dass die internen Kräfte, die sich der Reform der FIFA widersetzen, stärker sind als das Gefühl, dem Druck der öffentlichen Meinung und der Medien Rechenschaft ablegen zu müssen“, äußerte der Portugiese im Deutschlandfunk: „Anstatt die Mechanismen zur Korruptionsbekämpfung zu verstärken, wird es jetzt schwieriger gemacht, die Korruption zu bekämpfen.“ Für den früheren FIFA-Governance-Chef befindet sich der Verband auf dem Weg zurück zu alten Gewohnheiten. „Das zeigt, dass die Fußballverbände das Gefühl haben, dass sie so weitermachen können, wie sie es immer getan haben“, sagte er.
Bundesligist Eintracht Frankfurt personell noch einmal nachgelegt. Die Hessen verpflichteten den serbischen Offensivspieler Filip Kostic von Absteiger Hamburger SV zunächst für zwei Jahre auf Leihbasis und sicherten sich zudem eine Kaufoption für den 25-Jährigen. „Mit Filip Kostic bekommen wir genau den Spielertyp, den wir für unser Spiel brauchen. Er ist technisch versiert, schnell und zielstrebig“, sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Kostic bestritt für den VfB Stuttgart und den HSV seit 2014 120 Bundesliga-Spiele und erzielte 17 Tore.