Fussball in kürze

von Redaktion

Serie A gedenkt der Opfer von Genua

Nach dem Brücken-Unglück in Genua mit über 40 Todesopfern in der vergangenen Woche werden alle Mannschaften der italienischen Serie A und die Schiedsrichter an diesem Wochenende mit besonderen Trikots auflaufen. Darauf ist der Slogan „Genua im Herzen“ aufgedruckt. Damit soll der Todesopfer des Brückeneinsturzes am 14. August gedacht werden, teilte die Liga gestern mit. Unter dem Slogan ist ein Logo mit einer eingestürzten Brücke und einem Herzen zu sehen.

Zweitligist Dynamo Dresden hat auf den durchwachsenen Saisonstart reagiert und seinen Trainer Uwe Neuhaus entlassen. „Kristian Walter und ich sind in der gemeinsamen Analyse in dieser Woche zu der Überzeugung gelangt, dass wir jetzt eine Veränderung benötigen, um den eingeschlagenen Weg in dieser Saison und darüber hinaus erfolgreich fortzusetzen“, erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Minge in einer Vereinsmitteilung.

Der Videobeweis könnte ab dem Viertelfinale bereits in dieser Saison auch in der Champions League eingesetzt werden. Über entsprechende Pläne berichtete die englische Tageszeitung „The Times“. Die UEFA wolle die Umsetzung bei einem Treffen in der kommenden Woche in Monaco auf den Weg bringen, das Exekutivkomitee könnte dann Ende September endgültig grünes Licht geben, hieß es. Der große personelle Aufwand sei ein Grund, den Videobeweis nicht schon in der Gruppenphase einzuführen. In der Vorrunde finden acht Spiele an einem Abend statt und erfordern den Einsatz vieler Referees.

Der frühere Bundestrainer Berti Vogts sieht den deutschen Fußball in einer extrem misslichen Lage. „Man kann sagen, dass die Bundesliga und die Nationalmannschaft jetzt gleichermaßen am Boden liegen“, schrieb der 71-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de. Anlass für seine Einschätzung sei nicht nur das Vorrunden-Aus der deutschen Mannschaft bei der WM in Russland, sondern die „unattraktive Spielweise“ vieler Bundesligateams. Aktuell werde die deutsche Eliteklasse international „gar nicht mehr ernst genommen.“

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