Frankfurt/Main – Nach jahrelangem Warten ist es soweit: Der früheren Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler wurde 22 Monate nach der Ankündigung nun auch offiziell vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Silbermedaille der Sommerspiele 2012 in London zugesprochen. Vorausgegangen war die nun rechtskräftige Disqualifikation von London-Siegerin Tatjana Lysenko (Russland) wegen eines Dopingvergehens. Gold geht an die polnische Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk, die auch 2016 in Rio triumphierte. Heidlers Frankfurter Teamkollegin Kathrin Klaas, die bei der EM vor knapp zwei Wochen in Berlin Abschied von der internationalen Bühne genommen hatte, rückte von Platz fünf auf vier vor.
„Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite bin ich verärgert“, erklärte Betty Heidler. Alles was mit der Verleihung einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen verbunden ist, sei ihr genommen worden. „Dass die Korrektur erst sechs Jahre später stattfindet, macht mich traurig“, sagte die 34-Jährige. sid