München – Das kleine Pokalspiel ist schnell zusammengefasst: Der TSV 1860 hat am Dienstag in der zweiten Runde des Totopokals 7:1 gewonnen. Weil der Gegner, der FC Ergolding, aber nur in der Bezirksliga kickt, ist das nicht weiter bemerkenswert. Sportchef Günter Gorenzel, der Daniel Bierofka als Trainer vertrat, freute sich über eine gute erste Halbzeit (Zwischenstand: 5:0), merkte an, dass ihm von der ersten Elf – die im Landespokal wie gewohnt eine B-Elf ist – Alessandro Abruscia „sehr gut gefallen“, habe und mit Blick auf Stürmer Stefan Lex sagte er: „Ich habe von ihm ein klares Zeichen gesehen, dass er annimmt, was wir ihm gesagt haben.“ Im Wesentlichen war’s das.
Nun aber zu den Details. Denn Gorenzel ärgerte sich an diesem Abend in Ergolding auch ein wenig. Als der Bezirksligist nach der Pause sein System veränderte, die Fünfer- in eine Viererkette verwandelte, fiel es den Löwen zunächst schwer, sich im Angriff darauf einzustellen – obwohl sie laut Gorenzel genau wussten, wie sie zu reagieren haben. Vor dem Drittliga-Auswärtsspiel in Aalen am Samstag will Gorenzel gemeinsam mit Bierofka daher ein wenig an der Taktik basteln. Er fordert, „den Ball länger in den eigenen Reihen“ zu haben. Nur dann habe man die Chance, auch mal Luft zu holen und die eigenen Stärken – das schnelle Umschalten, den hohen Aufwand gegen den Ball – effektiver umzusetzen.
Der erste Lösungsansatz der 1860-Strategen für die zuletzt auffälig spät vermasselten Spiele heißt also: mehr Ballbesitz. christopher meltzer