Im Blickpunkt

von Redaktion

Transfergeschäfte des FC Bayern

Uli Hoeneß nahm sich die Zeit für eine schnelle Info im Vorbeigehen zum Auto. Der Präsident des FC Bayern hatte es gestern Vormittag nach der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an Bastian Schweinsteiger eilig. Wie der FC Bayern auf die schwere Verletzung von Kingsley Coman reagiere, wurde er gefragt. Er reagiere gar nicht, sagte Hoeneß. „Wir kaufen doch jetzt nicht für drei Monate noch einen neuen Spieler.“ Coman wird nach seinem erneuten Syndesmodebandriss spätestens zum Rückrundenauftakt wieder zurückerwartet. „Kingsley wird noch stärker zurückkommen, da bin ich mir ganz sicher. Wir werden ihn auf diesem Weg zu 100 Prozent unterstützen“, so Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf der Homepage des Clubs. Der 22-jährige Flügelflitzer kam am Sonntag unters Messer. Wie bereits Ende Februar ließ er den Eingriff in Tübingen vornehmen. Da hatte er sich an der gleichen Stelle im linken Sprunggelenk verletzt.

Am Nachmittag nahmen sich die Bosse dann etwas mehr Zeit, um Licht in die offenen Personalien zu bringen. „Wir sind der Meinung, dass wir auf der Position nichts machen müssen“, bekräftigte Rummenigge mit Blick auf die Verletzung von Coman. Man habe Franck Ribery, Arjen Robben und Serge Gnabry, der laut dem Vorstandschef am Samsgag gegen Stuttgart wieder zur Verfügung steht.

Anders sei es hingegen bei Sebastian Rudy (Foto). Der Mittelfeldmann weilte gestern bereits zum Medizincheck beim Schalke 04. Angeblich machen die Gelsenkirchner 16 Millionen Euro locker. Vom FC Bayern habe er die Freigabe, stellte Rummenigge klar: „Der Wechsel war der logische Schritt von Sebastian.“ Auch Juan Bernat steht weiter zur Disposition. „Da ist aber noch keine Entscheidung gefallen“, so Rummenigge, „er ist noch in der Überlegungsphase.“ Der Spanier hat seit Jahren in München einen schweren Stand, doch Comans Verletzung eröffnet auch ihm womöglich neue Chancen.

Das muntere Stühlerücken im Schlussspurt geht noch bis zum Transferschluss am Freitag. Laut dem „kicker“ hat Paris St. Germain bei den Bestrebungen, Jerome Boateng zu verpflichten, einen neuen Plan ausgeheckt: Die Franzosen sollen Julian Draxler im Tausch anbieten, denn die 50 Millionen Euro Ablöse für den 29-jährigen Innenverteidiger sind PSG weiterhin zu hoch. Draxler sei bei einem Geheimtreffen zwischen Salihamidzic und dem Pariser Sportchef Antero Henrique ein Thema gewesen, heißt es. Rummenigge blieb gestern vage: „Wir haben noch vier Tage bis zum Transferschluss. Ich schließe weder aus, dass Boateng bleibt, noch dass er geht.“

Artikel 1 von 11