Schönheitsflecken

von Redaktion

Der TSV 1860 wartet weiter auf das erste Saisonspiel ohne Gegentor

München – An Sonntagen kann Daniel Bierofka nur selten entspannen. Er hat dann meistens ein Fußballspiel mit dem TSV 1860 hinter sich, das ihn, den ehrgeizigen Trainer, natürlich noch grübeln lässt. Er muss sich dann aber auch schon mit der Ausbildung zum Fußballlehrer auseinandersetzen, die er stets ab Montag belegt – in der Sportschule Hennef, mehr als 500 Kilometer von München entfernt.

In dieser Woche musste Bierofka seine Mannschaft aber nicht verlassen. Der Ausbildungsplan sieht gerade zwei Praktikumswochen vor – und der pfiffige Bierofka hat sein Praktikum einfach im eigenen Verein angemeldet. Also hat er sich am vergangenen Sonntag noch einmal in voller Länge den 4:1-Sieg seiner Löwen gegen den VfR Aalen angesehen. Er dürfte das Spiel ziemlich entspannt verfolgt haben – bis zur 77. Minute.

Das war passiert: Ein Freistoß für Aalen, Patrick Schorr flankt, Mart Ristl köpft, Tor. Und obwohl es nur der Anschlusstreffer zum 1:3 war, hat sich Bierofka bereits am Samstag in Aalen „wahnsinnig geärgert“. Denn: „Ich weiß, wie der Fußball läuft. Dann rutscht noch einer durch, und die Jungs werden nervös.“

Der Aussetzer befleckte eine Leistung, die dem Trainer ansonsten sehr gut gefiel. Im neuen 4-3-3-System verteidigten die Löwen aggressiv – und trotzdem fingen sie sich auch im achten Pflichtspiel der Saison ein Gegentor ein. Selbst die Amateurvereine Dornach und Ergolding trafen im Landespokal gegen die Löwen.

Vor dem Heimspiel gegen Cottbus (Freitag, 19 Uhr) fordert Bierofka daher, „90 Minuten so [zu] verteidigen, dass wir kein Gegentor bekommen“. In einem Pflichtspiel klappte das zuletzt am 5. Mai – bei einem kleinen Regionalligisten, dem FC Pipinsried.  cfm

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