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von Redaktion

New York – Wimbledonsiegerin Angelique Kerber hat gegen alle Widrigkeiten ein erneutes Erstrunden-Debakel bei den US Open abgewendet. Bei tropischen Bedingungen rang die Siegerin von 2016 ihre unbequeme russische Auftaktgegnerin Margarita Gasparjan mit 7:6 (7:5), 6:3 nieder, nachdem sie im Vorjahr als Titelverteidigerin gleich zum Auftakt gescheitert war. Als der Sieg nach 1:44 Stunden extrem schweißtreibender Arbeit feststand, lächelte Kerber und ballte im Louis-Armstrong-Stadium erleichtert die Faust. „Es war ein richtig hartes Match, ich bin glücklich, in der nächsten Runde zu sein“, sagte sie. „Es war nicht einfach heute, vor allem wegen der Bedingungen. Es ist echt heiß hier draußen. Ich bin froh, die erste Runde so gespielt zu haben.“

Bei 36 Grad Hitze am Nachmittag musste die 30-Jährige wieder einmal all ihren Willen mobilisieren. Nächste Gegnerin ist Morgen die Schwedin Johanna Larsson, gegen die sich Kerber in bisher drei Vergleichen klar durchsetzen konnte.

Nach dem Aus der Weltranglisten-Ersten Simona Halep am Montag verpasste Andrea Petkovic zuvor nur knapp eine weitere Überraschung. Trotz einer großen kämpferischen Leistung gegen die letztjährige French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko musste sich die Darmstädterin mit 4:6, 6:4, 5:7 geschlagen gaben. „Sie hat sehr, sehr viele Linien getroffen, wenn es wichtig war“, sagte Petkovic und sieht sich weiter auf dem richtigen Weg. „Ich bin zwei Jahre lang mit großen Fragezeichen auf den Platz gegangen. Jetzt erwarte ich, dass ich gegen Ostapenko gewinne“, erklärte die bald 31-Jährige. Auch Laura Siegemund schied am Dienstag mit 3:6, 2:6 gegen Naomi Osaka aus Japan aus, die im vorigen Jahr Kerber in der ersten Runde geschockt hatte. Bereits am Montag kamen Julia Görges, Carina Witthöft und Tatjana Maria weiter.

Jan-Lennard Struff zog parallel als erster der neun gestarteten deutschen Herren in die zweite Runde ein. Der Davis-Cup-Spieler aus Warstein gewann 7:6 (7:2), 6:4, 6:3 gegen den Amerikaner Tim Smyczek, der dank einer Wildcard im Hauptfeld dabei war. Struff nutzte seinen sechsten Matchball zum Sieg. Am Montag waren bereits Mischa Zverev, Peter Gojowczyk und Florian Mayer ausgeschieden.  dpa

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