Wegen Löw zu Schalke

von Redaktion

Nationalteam spielte bei Rudys Wechsel-Entscheidung eine Rolle

München – Jetzt also Blau statt Rot – aber richtig schwer fallen dürfte es Sebastian Rudy nicht, sich an die neue Trikotfarbe zu gewöhnen, Der Mittelfeldspieler, dessen Wechsel vom FC Bayern zu Schalke 04 seit Montagabend perfekt ist, hat ja sieben Jahre bei Hoffenheim in blauen Dressen gespielt. Die Vereinsfarben haben aber keine Rolle gespielt bei der Entscheidung, bei Schalke einen Vertrag bis 2022 zu unterschreiben.

„Ich habe erst versucht, mich bei Bayern durchzusetzen. Dann kam das Signal, dass es schwer wird“, sagte Rudy gestern bei seiner Vorstellung in Gelsenkirchen. Davor hatte er das erste Training unter Domenico Tedesco absolviert. „Wir bekommen einen sehr spielintensiven und technisch versierten Spieler“, schwärmte Schalkes Trainer. Rudy werde „mit seinen Qualitäten und Erfahrungen“ den zum Teil sehr jungen Kader bereichern.

Der gebürtige Badener hat auch mit Blick auf seine Karriere bei Bundestrainer Joachim Löw die Bayern nach nur einem Jahr wieder verlassen. „Es ist wichtig, dass ich viel spielen kann und im Fokus der Nationalelf bleibe.“

Rudy ist nicht der erste deutsche Nationalspieler, der nur eine Saisón in München gespielt hat. Jan Schlaudraff wechselte nach 14 Partien in der ersten Saison zu Hannover 96, Tim Borowski kehrte 2009 zurück nach Bremen, weil der neue Trainer Louis van Gaal kein Verwendung mehr für ihn hatte. Doch Schlaudaffs und Borowskis DFB-Karrieren waren mit dem Wechsel schon beendet gewesen. Anders bei den Ein-Jahres-Münchnern Marcell Jansen (2007/2008) und Torsten Frings (2004/2005), die auch danach noch eine wichtige Rolle im Nationalteam spielten.  es

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