Der Regionalligist Berliner AK hat mit Bestürzung auf die fremdenfeindlichen Übergriffe in Chemnitz reagiert und Maßnahmen für sein Auswärtsspiel in zwei Wochen beim Chemnitzer FC gefordert. Sollten der DFB und der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) nicht angemessen reagieren, erwägt der Viertligist, zu der Partie nicht anzutreten. Der Klub sei angesichts des Spiels am 15. September „alarmiert und in größter Sorge“, teilte Präsident Mehmet Ali Han mit. Man erwarte von DFB und NOFV, dass zeitnah ein „tragbares Sicherheitskonzept“ für die Partie „erarbeitet und mit uns abgestimmt“ werde. „Sollte die Sicherheit unserer Spieler, Betreuer, Fans etc. nicht gewährleistet werden, ziehen wir in Erwägung, nicht anzutreten“, erklärte Ali Han. Im Internet und den sozialen Medien seien weitere rechte Aufmärsche angekündigt worden, daher müsse man mit weiteren Straftaten rechnen.
Der Chemnitzer FC reagierte prompt. „Ich habe mit Ali Han telefoniert. Er hat bekräftigt, dass sich die Vorwürfe nicht gegen den Chemnitzer FC richten“, sagte Sportvorstand Thomas Sobotzik. Er habe „den Vorstand des Berliner AK zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Unser Ziel ist es, ein tolles Fußballfest zu erleben“, so Sobotzik.