Wolfgang Stark wird vorerst nicht mehr als Video-Assistent in der Bundesliga eingesetzt. Nach seinen umstrittenen Eingriffen beim Spiel Wolfsburg gegen Schalke (2:1) zog der DFB gestern die Konsequenzen und entschied, den 48-Jährigen „bis auf Weiteres“ abzuziehen. Starks Tätigkeit im Coaching der 3. Liga bleibe davon unberührt. „Es ist wie in einer Fußballmannschaft: Wenn ein Spieler eine schlechte Phase hat, nimmt er weiter am Trainingsbetrieb teil und kann sich durch Leistung anbieten. Wenn die irgendwann stimmt, steht er auch wieder in der Startelf“, sagte Jochen Drees, der baldige neue Chef des Videoprojekts. Stark war bei den strittigen Entscheidungen in Wolfsburg nach eigenem Bekunden allerdings nur beratend aktiv. Er habe den Schiedsrichter nicht zu einer Korrektur gezwungen, sagte der 48-Jährige. Schalkes Matija Nastasic hatte zunächst die Gelbe Karte gesehen, dann Rot. Später zeigte Schiedsrichter Patrick Ittrich Wolfsburgs Wout Weghorst erst die Rote Karte, danach doch die Gelbe. Beide Male war der Videobeweis zum Einsatz gekommen.
US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino im Weißen Haus empfangen. Die Fußball-WM 2026, die von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird, sei ein „sehr bedeutendes und spezielles Event“, sagte Trump. Infantino schenkte dem Politiker einen Satz mit Gelben und Roten Karten. Der Schweizer empfahl Trump, diese bei Pressekonferenzen einzusetzen. „Das gefällt mir“, sagte der US-Präsident und zeigte den versammelten Medienvertretern im Oval Office Rot. Wenn in acht Jahren die erste Fußball-WM in den USA seit 1994 stattfindet, werde er nicht mehr Präsident sein. „Aber vielleicht verlängern sie meine Amtszeit“, scherzte Trump: „Wenn nicht, wird es in den Medien langweilig zugehen.“