Moskau – Der russische Biathlon-Olympiasieger Jewgeni Ustjugow hat alle Dopingverdächtigungen bestritten. „Ich weiß, dass alle meine Medaillen sauber sind. Ich werde mich verteidigen. Wenn es sein muss vor allen möglichen Gerichten“, sagte der 33-Jährige. Alle seine bisherigen Dopingproben seien negativ gewesen. Die Vorwürfe seien eine „Schande, mit der die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA internationale Föderationen benutze, um ihre politischen Probleme zu lösen“.
Er und Olympiasiegerin Svetlana Slepzowa gehören laut russischen Medienberichten zu den vier russischen Biathleten, die vergangene Woche vom Weltverband IBU des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln beschuldigt wurden. Die Namen veröffentlichte unterdessen die IBU nicht, auch über mögliche Strafen ist noch nichts bekannt.
Ustjugow hatte 2010 in Vancouver Gold im Massenstart gewonnen und 2014 in Sotschi mit der Staffel. Er hat seine Karriere beendet. Auch Slepzowa, Staffelsiegerin in Vancouver 2010, ist nicht mehr aktiv. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten die deutschen Skijäger profitieren. Die Männerstaffel war 2014 Zweiter hinter Russland geworden und könnte bei einer Verurteilung Ustjugows womöglich nachträglich Gold bekommen. dpa