Joker Paul erlöst die Löwen

von Redaktion

Sechzig erreicht mit spätem Tor in Memmingen das Viertelfinale im Toto-Cup

Memmingen – Die Blamage war nah, am Ende schaffte der TSV 1860 gestern Abend mit viel Glück und etwas Geschick den Einzug ins Viertelfinale des Toto-Pokals. Mit 1:0 (0:0) behielten sie vor 3500 Zuschauern beim Regionalligisten FC Memmingen die Oberhand, der entscheidende Treffer gelang dem eingewechselten Herbert Paul erst in der Nachspielzeit. „Memmingen ist keine Kirmestruppe und hat alles reingehauen“, sagte 1860-Trainer Daniel Bierofka. „Wir hätten sicher einiges besser machen können, aber hier gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen.“

Bierofka war mit dem gesamten Kader ins Allgäu gereist, aber er schickte niemanden aus der ersten Elf vom 2:0-Sieg gegen Cottbus auf den Platz. Dass es jedoch derart holprig zugehen würde, verwunderte die Beobachter dann doch. Im ersten Durchgang verzeichneten die Löwen keine einzige klare Torchance. Die auf Konter lauernden Gastgeber brachten ihre Bälle immerhin aufs Tor, zweimal parierte Löwen-Keeper Hiller glänzend.

Dass der Rasen im Memminger Stadion eher einer Galopprennbahn glich, machte die Sache für den Favoriten nicht leichter. „Da tut sich die Mannschaft, die mit dem Ball spielt, natürlich schwerer“, sagte Bierofka.. Nach Rochelts Großchance, die erneut Hiller im 1:1 zunichte machte (66.), hatte der Löwen-Trainer genug gesehen. Für den defensiven Kristian Böhnlein kam Adriano Grimaldi (67.), drei Minuten später ersetzte Lorenz den enttäuschenden Seferings. Der letzte Wechsel – Paul für Weeger (82.) – war ein goldener. Mit der letzten Ecke gelang den Löwen das längst nicht mehr verdiente 1:0. Paul versenkte den von Kindsvater getretenen Ball am langen Pfosten zum Sieg. „Wir sind weiter, das zählt. Ende“, sagte Bierofka. ff

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