Das Fernziel heißt Antholz

von Redaktion

Laura Dahlmeier plant ihre Biathlonkarriere vorläufig bis 2020 – nun folgt ein Zwischenjahr

Oberhof – Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier setzt ihre Erfolgskarriere bis mindestens 2020 fort. „Laura will von Jahr zu Jahr entscheiden. Die WM in zwei Jahren in Antholz ist ein wichtiger Punkt, auf den sie sich noch mal konzentrieren will.“, sagte Björn Weisheit, Sportlicher Leiter des DSV, in Oberhof. Diese Saison mit der WM 2019 in Östersund als Höhepunkt sei für die 25-Jährige „so was wie ein Zwischenjahr“.

Dahlmeier hatte nach ihren beiden Olympiasiegen in Pyeonchang zunächst offen gelassen, ob sie weitermacht oder ihre Karriere beendet. Im Exklusiv-Interview mit unserer Zeitung hatte sie dann Anfang Juli erklärt: „Ich habe wieder Lust auf Biathlon. Ich bin aktuell supermotiviert. In mir brennt wieder das Feuer.“

Etwas zurückgeworfen wurde sie dabei von einem Sturz mit dem Mountainbike im Juni, wo sie sich eine Schnittverletzung im Oberschenkel zuzog, die genäht werden musste. Eine Infektion kam noch dazu, das sei aber alles wieder im grünen Bereich, sagte der neue Disziplin-Trainer Kristian Mehringer. Ihr Start zum Saisonbeginn Ende November in Pokljuka sei nicht gefährdet.

Den zweiten Teil der deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende in Oberhof lässt sie leicht erkältet aus. Auch in der Vorwoche in Altenberg hatte Dahlmeier gefehlt, nachdem sie sich zuvor einer Weisheitszahn-Operation unterzog. „Laura hat in diesem Jahr gut trainiert, auch wenn sie wieder einen anderen Weg gewählt hat“, meinte Weisheit. Für den Weltcup ist die beste deutsche Skijägerin durch ihre Vorjahreserfolge ohnehin gesetzt. Neben ihr haben für die ersten drei Stationen ab Ende November in Pokljuka, Hochfilzen und Nove Mesto auch Franziska Hildebrand, Denise Herrmann und Vanessa einen Weltcup-Startplatz sicher.

Im Team der Männer sind neben Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer auch Simon Schempp, Benedikt Doll und Erik Lesser sicher dabei. Zwei weitere Weltcup-Plätze werden in jedem Mannschaftsteil noch vergeben. Jeweils eine Position gibt es per Trainerentscheid, eine weitere nach dem Gesamtergebnis der deutschen Meisterschaften, die an diesem Wochenende in Oberhof enden. „Leistung wird bei uns immer bewertet und zählt für uns. Für alle ist alles sehr offen“, sagte Weisheit: „Es ist immer ein Auf- und Abstieg möglich.“  dpa

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