Eishockey in kürze

von Redaktion

Neue Regeln

Die IIHF, der Eishockey-Weltverband, hat ein neues Regelbuch herausgegeben. „Leider suboptimal“, kritisiert Gernot Tripcke, der Chef der Deutschen Eishockey-Liga. Die hat darum einige Änderungen angebracht. In den vergangenen Tagen wurden die Mannschaften informiert.

Wesentlich neu ist die Form des Torraums, der nicht mehr halbrund ist, sondern an die NHL angepasst wurde. Der Torraum, Schutzzone des Goalies, ist dadurch weniger breit, das Getümmel vor dem Tor wird wohl noch intensiver.

Neu außerdem: Bei Verletzungen gibt es nicht automatisch eine Große Strafe für den Verursacher – sondern nur dann, wenn die Schiedsrichter „eine rücksichtslose Gefährdung des Gegenspielers“ erkennen.

Bei Penaltys wurde geändert, dass ihn nicht mehr der gefoulte Spieler ausführen muss, sondern ein anderer Crack nominiert werden kann. Im Penaltyschießen beginnt immer das Heimteam, es wird keine Münze mehr geworfen.

Ein neues Schiedsrichterzeichen gibt es für das Vergehen „Später Check“, das bisher unter „Behinderung“ fiel. Später Check ist „ein Bodycheck an einem Feldspieler, der sich in einer verwundbaren Position befindet, da er nicht mehr Puckkontrolle oder -besitz hat“.

Schöne Formulierungen findet man in der „Regel 116 – Übergriffe gegen Offizielle“, die zum Glück nur selten angewendet werden muss. Ein Auszug: „Ein Spieler oder Teamoffizieller, der Spieloffizielle . . . mit Blut beschmiert . . . wird mit einer Matchstrafe belegt.“

In der Champions League gab es das schon vorige Saison: Erfasst wurde die Einsatzzeit jedes Spielers. Auch bei Weltmeisterschaften ist dieses Statistik längst im Angebot. Nun hat auch die DEL einen Dienstleister, der eine exakte Spielzeiterfassung anbietet. Die Ergebnisse werden deutlich machen, welche Rolle ein Spieler in seiner Mannschaft wirklich einnimmt. In den Brustschutz der Spieler wird ein Chip eingebaut, man wird auch eruieren können, wie viele Bodychecks und mit welcher Wucht hingenommen werden – und natürlich auch ausgeteilt.

Das Auftaktwochenende in der DEL:

Freitag

Berlin – München

Krefeld – Bremerhaven

Schwenningen – Nürnberg

Köln – Augsburg

Straubing – Ingolstadt

Mannheim – Düsseldorf

Iserlohn – Wolfsburg

(alle Spiele um 19.30 Uhr)

Sonntag

Düsseldorf – Iserlohn (14.00 Uhr)

Nürnberg – Berlin

München – Straubing

Wolfsburg – Schwenningen (alle 16.30 Uhr)

Bremerhaven – Köln (17 Uhr)

Augsburg – Mannheim

Ingolstadt – Krefeld (beide 19 Uhr)

Alle Spiele live im Stream bei telekomsport.de, Sport1 hat am Freitag Berlin – München und am Sonntag Bremerhaven – Köln im Free-TV-Angebot.

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