Wohin mit Götze?

von Redaktion

Auch der neue BVB-Coach Lucien Favre scheint keine Verwendung für den WM-Helden von 2014 zu haben

Dortmund – Für Mario Götze ist im System von Lucien Favre wohl weiterhin kein Platz. Vor der Auftakt-Partie des 3. Spieltags gegen Eintracht Frankfurt (heute, 20.30 Uhr/Eurosport) lautet die vorrangige Frage nicht, ob der Siegtorschütze des WM-Finales 2014 erstmals in dieser Saison für Borussia Dortmund zum Einsatz kommt. Die Frage ist wohl eher, ob der Nationalspieler auf der Bank oder auf der Tribüne sitzen wird.

Das lassen die Ausführungen seines Trainers zumindest recht deutlich durchblicken. „Die Wahrheit ist: Wir sind enorm viele im Mittelfeld“, antwortete Favre auf die Frage nach Götzes Einsatzchancen: „Wir haben acht oder neun Spieler. Er kann auch die Neuneinhalb spielen. Aber da haben wir Kagawa und Marco Reus. Das ist die Wahrheit, das ist Fakt.“

Favre nerven die Fragen nach Götze. Der Schweizer doziert gerne über Fußball, doch am meisten soll er über einen Spieler sprechen, für den er bisher keine Verwendung fand. Mit einem symbolischen Kurz-Einsatz könnte er die Gemüter etwas beruhigen. Doch dafür ist Favre zu sehr Perfektionist. Götze muss ins System passen, sonst wird er nicht spielen.

BVB-Präsident Reinhard Rauball hatte sich zuletzt schützend vor den Ex-Weltmeister gestellt. „Mario hat es nicht verdient, dass man ihn im Moment so kritisiert. Er ist ein toller Bursche, der zudem auch noch eine hohe Qualität besitzt“, hatte er gesagt.

Weil der BVB-Kader sehr groß ist, kommt Favre der dichte Terminplan der kommenden Wochen gelegen. „Wir sind zu viele hier“, sagte er angesichts von 29 Profis: „Du hast immer ein Problem, ein oder zwei gehören nicht zum Kader. Zum Glück haben wir jetzt viele Spiele.“ Sieben in 23 Tagen werden es sein. Vielleicht wird dann ja irgendwann auch Götze benötigt. „Wir brauchen alle Spieler“, versicherte der Coach. Ralf jarkowski

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