In der Bringschuld

von Redaktion

BVB will erneute Königsklassen-Blamage vermeiden

Brügge – Neuer Anlauf, neue Hoffnung. Nach dem blamablen Aus in der vergangenen Champions-League-Saison steht Borussia Dortmund in der Bringschuld. Ähnlich leblose Auftritte wie in der vorigen Gruppenphase, als selbst gegen Außenseiter APOEL Nikosia kein Sieg gelang, würde sich Michael Zorc diesmal liebend gern ersparen. Deshalb nahm der Sportdirektor des Tabellenzweiten die Profis vor dem Start beim FC Brügge (21 Uhr/Sky) in die Pflicht: „Wir wollen in diesem Wettbewerb überwintern. Dazu brauchen wir in Brügge ein gutes Ergebnis.“

Eine Niederlage zum Auftakt könnte die ambitionierten Pläne früh gefährden. Schließlich gilt Belgiens Meister als leichtester Gegner in Gruppe A, zu der noch Atlético Madrid und AS Monaco gehören. Dennoch warnte der neue Mittelfeldstar Axel Witsel davor, den Underdog aus seinem Heimatland zu unterschätzen: „Brügge spielt derzeit den besten Fußball in Belgien.“ Doch bei allem Respekt sieht der WM-Dritte Vorteile bei seinem neuen Team: „Natürlich müssen wir jeden Gegner ernstnehmen. Aber mit unserer Qualität können wir dahin fahren und das Spiel gewinnen.“

Ähnlich sieht es Sebastian Kehl. „Es sollte uns nicht passieren, dass wir bedingt durch eine Niederlage der Musik gleich wieder hinterherlaufen. Wir wollen in Brügge unsere Ambitionen sofort klar untermauern“, sagte der neue Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung mit Blick auf den 1:3-Fehlstart im vergangenen Jahr bei Tottenham Hotspur.

Wie schwer die Aufgabe in Brügge werden kann, bekam der BVB bereits zweimal zu spüren. Nach einem 3:0 im Hinspiel ging der Revierclub auswärts im UEFA-Cup 1987 mit 0:5 unter. Noch schmerzvoller sind jedoch die Erinnerungen an die verpasste Qualifikation für die Champions League 2003: Nach knapper 1:2-Niederlage in Brügge unterlag die Borussia zwei Wochen später im Elfmeterschießen. Es war der Beginn einer schweren Finanzkrise, die fast zur Insolvenz des Vereins geführt hätte.  dpa

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