Erkut Sögüt, Berater von Mesut Özil, hat das viel diskutierte Foto des zurückgetretenen Nationalspielers verteidigt und mehrere Akteure der DFB-Auswahl angegriffen. „Mesut hat keinen Fehler gemacht. Dabei bleibt es“, sagte Sögüt dem Magazin 11Freunde. „Es ist eine Frage des Respekts, den Präsidenten zu treffen, wenn dieser darum bittet.“ Er sprach damit das umstrittene Treffen von Özil und Ilkay Gündogan mit Türkeis Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in London an. Die Aussagen von DFB-Kapitän Manuel Neuer, Toni Kroos und Thomas Müller, die sich nach Özils Rücktritt alle öffentlich zum Rücktritt geäußert hatten, bewertet der Berater als „mehr als enttäuschend und deplatziert“. Auch Bundestrainer Joachim Löw hatte die Vorwürfe Özils, dass es in der Mannschaft zu rassistischen Vorfällen gekommen sei, entschieden zurückgewiesen. „Löw verteidigt sich gegen einen Vorwurf, der nie erhoben wurde. Mesut wurde nicht im Team, sondern von der Mitte der Gesellschaft rassistisch angefeindet – da hätte ihn der DFB schützen müssen“, sagte Sögüt.
Ex-Nationalspieler Per Mertesacker hat den langjährigen DFB-Kapitän Philipp Lahm nach dessen Kritik am Führungsstil des Bundestrainers getadelt. „Löw braucht niemanden, der ihm irgendwas sagt oder seinen Führungsstil kommentiert“, sagte der langjährige Profi des FC Arsenal im Spox-Interview. Löw sei „ein ehrgeiziger Typ und wird sich ganz unabhängig von irgendwelchen Ratschlägen ohnehin überdenken“.