München – Noch drei Tage bis zum Heimspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden – und für die Löwen wird die Vorbereitung ein Wettlauf gegen die Zeit. „Alle unsere drei klassischen Stoßstürmer sind verletzt“, sagte Sportchef und Teilzeitcoach Günther Gorenzel mit besorgter Miene. Erst nach mehrmaligem Nachfragen ließ er sich zu einem optimistischen Ausblick hinreißen: „Ich gehe davon aus, dass einer am Samstag spielen kann.“
Um Markus Ziereis wird es sich bestimmt nicht handeln. Der Oberpfälzer fällt mit einem Bänderriss im Knie noch mindestens drei Wochen aus. Auch Adriano Grimaldi (Knieprellung) ist wohl eher kein Kandidat für die Startelf. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen“, sagte Gorenzel über den Topscorer. Ein Einsatz sei nicht ausgeschlossen, „aber es wird sehr eng“.
Bleibt Sascha Mölders, der trotz seines Knochenödems am Schienbeinkopf gestern Nachmittag mittrainierte. Gorenzels Ansage: „Eine vollständige Ausheilung würde Monate dauern, diese Zeit hast du im Spitzensport nicht. Deshalb schauen wir in Abstimmung mit unserem Ärzteteam von Tag zu Tag. Sascha trainiert schmerzabhängig, wir vertrauen da voll und ganz auf unsere Ärzte.“
Sollte auch Mölders passen müssen, stünden die Löwen vor einem Problem. Gegen Rostock war zu sehen, dass Stefan Lex keine sinnvolle Option an vorderster Front ist, auch Ekfan Bekiroglu überzeugte nicht. Gorenzel ist überzeugt, „dass wir Möglichkeiten haben, das zu kompensieren“, Namen wollte er gestern freilich keine nennen. Man müsse diesen Raum dann eben „anders interpretieren“. Womöglich mit Nico Karger in der Zentrale? lk