Lausanne – Das IOC hat bei einem Treffen mit deutschen Athletenvertretern in Lausanne das Solidarmodell zur Finanzierung der Olympischen Spiele diskutiert. Anlass war ein Offener Brief der deutschen Sportler, in dem sie den Anspruch reklamierten, dass die an den Spielen teilnehmenden Athleten an den Vermarktungsgewinnen des IOC direkt beteiligt werden. Sie forderten konkret eine Ausschüttung von 25 Prozent des Gesamtgewinns, der von 2013 bis 2016 mit 5,7 Milliarden Dollar beziffert wurde.
In der Sitzung, an der auch IOC-Präsident Thomas Bach, DOSB-Präsident Alfons Hörmann und Kersty Coventry als Vorsitzende der IOC-Athletenkommission teilnahmen, warb das IOC für sein Solidarmodell. Es sei ein „ein nicht am Profit ausgerichtetes Modell, sondern ein werteorientiertes Modell“, hieß es in der Mitteilung. „Wäre wirtschaftlicher Profit der Maßstab, würde es beispielsweise nicht möglich sein, alle derzeitigen olympischen Sportarten im Programm der Olympischen Spiele zu haben.“ dpa