von Redaktion

Unterhaching – Es sind die Querverbindungen, die das Derby zwischen der SpVgg Unterhaching und dem TSV 1860 reizvoll machen. Zahlreiche Hachinger Akteure haben eine Vergangenheit bei den Löwen. Das gilt auch für Trainer Claus Schromm. Er war von 2003 bis 2009 im Nachwuchsbereich der Sechziger tätig. Seinen größten Erfolg feierte Schromm 2007 beim TSV 1860 mit dem Gewinn der deutschen Pokalmeisterschaft der A-Junioren.

„Ich bin damals als Fan zu Sechzig gekommen, aber nicht mehr als Fan gegangen.“ Damit meint Schromm aber nicht den Ex-Verein, sondern die vielen Wirren im Bereich des Managements, die zu seinem Weggang führten. Aktuell zollt er dem Lokalrivalen Respekt: „Sie haben viel Mentalität im Kader und einen eigenen Stil, das ist das Verdienst und die Handschrift meines Kollegen Daniel Bierofka.“

Einen Vergleich zwischen den beiden Erzrivalen kann Schromm kaum ziehen: „Der TSV 1860 war lange ein arrivierter Zweitligist und will wieder nach oben. Wir haben in der vierten Liga einen Neustart in Angriff genommen und sind jetzt die zweite Saison in der Dritten Liga. Da wollen wir uns kontinuierlich weiterentwickeln.“ Daher will Schromm im Derby den zweiten Tabellenplatz verteidigen: „Für uns ist das vor der großen Kulisse eine Herausforderung, erstmals seit 2007 ist der Sportpark wieder ausverkauft. Wir dürfen uns nicht vom Gegner irritieren lassen und müssen unsere Qualität sportlich auf den Platz bringen. Viele unserer Spieler mit der Vergangenheit beim TSV sind natürlich besonders motiviert, wir brauchen brutale Leidenschaft.“

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Würzburg und dem 3:3 beim Tabellenletzten SV Meppen will Schromm mit seinem Team in die Erfolgsspur zurückkehren und kündigt Umstellungen an: „Wir werden sicher die Mannschaft etwas anders aufstellen, einige Spieler sind nach Verletzungspause wieder im Kader.“ So stehen diesmal Lucas Hufnagel und Markus Schwabl wieder zur Verfügung. Eines kann Schromm auf jeden Fall versprechen: „Ich glaube, dieses Derby bringt einige Gänsehautmomente, denn es geht um mehr als nur um drei Punkte.“ klaus kirschner

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