Motor
Weltmeister Sebastien Ogier (Ford) hat sich nach einem spannenden Zweikampf mit dem Finnen Jari-Matti Latvala (Toyota) den Sieg bei der Wales Rallye Großbritannien gesichert und wittert im WM-Kampf wieder Morgenluft. Der Franzose lag am Ende 10,6 Sekunden vor Latvala. Der WM-Führende Thierry Neuville (Belgien/Hyundai) verbesserte sich nach seinem Fahrfehler am Samstag in der Endabrechnung noch auf den 5. Platz und verteidigte mit 189 Punkten seine Führung in der WM-Wertung. Ogier ist nun Zweiter mit jedoch nur noch sieben Punkten Rückstand. Der Este Ott Tänak, der zuletzt drei Rallyes in Folge gewonnen hatte, fiel am Samstag mit einem technischen Defekt weit zurück und rutschte auf den 3. Platz der Gesamtwertung ab.
Handball
Die wilde Achterbahnfahrt in Skopje hatte Nikolaj Jacobsen zugesetzt. Wieder hatte sein Team in der Champions League phasenweise berauschenden Sport gezeigt, doch wieder standen die Rhein-Neckar Löwen am Ende mit leeren Händen da. „Ich bin sehr enttäuscht, weil hier für uns durchaus etwas drin war“, sagte Jacobsen nach dem 27:29 (15:13) bei Vardar Skopje, dem Königsklassen-Champion von 2017. Sein Team, das kurz vor der Pause noch mit 15:11 geführt hatte, habe es nicht geschafft, „unser Spiel über die komplette Spielzeit durchzuziehen“. Schon im Spiel bei Kielce hatten die Löwen hoch geführt – und am Ende den Kürzeren gezogen. Mit 4:4 Punkten liegt der deutsche Pokalsieger in der Gruppe A zwar klar auf Achtelfinal-Kurs, doch noch fehlt der letzte Punch.
Rad
Sören Kragh Andersen vom deutschen Sunweb-Team hat die 112. Auflage des Traditionsrennens Paris-Tours gewonnen. Am Sonntag war der 24 Jahre alte Däne nach 215 Kilometern der Stärkste einer dreiköpfigen Ausreißergruppe, von der er sich knapp zehn Kilometer vor dem Ziel abgesetzt hatte. Zweiter wurde mit 25 Sekunden Rückstand der Niederländer Niki Terpstra vor dem Franzosen Benoit Cosnefroy. Paris-Tours ist kein Sprinterfestival und kein WorldTour-Rennen mehr. Das Profil des Rennens in Westfrankreich wurde mit zahlreichen, kleineren Steigungen und Schotterpisten im letzten Rennviertel verschärft. Andersen kam damit am besten zurecht.
Trab
Die stolze Siegesserie von George Greenwood mit Christine Kellermeier wurde gestern in Daglfing beendet. Der fünfjährige Wallach musste sich im Finish Piccolina Diamant, gefahren von Stefan Hiendlmeier, und auch Put on a show mit Michael Liebhardt beugen. Einen starken Tag hatte Rudi Haller (Aschheim), der den Siegeszug von Atlantic CG fortsetzte und mit Pompano Julian und Defier Pompano dominierte. Für den vierten Trainerpunkt sorgte Marie Lindinger mit Nico Way. er