Sitzbergers Beifahrer

von Redaktion

Mauersberger: Pech bei Startelf-Comeback

Meppen – Seinen Sonntagsausflug nach Meppen dürfte sich Hans Sitzberger ein bisschen anders vorgestellt haben. Über 700 Kilometer ist der 1860-Vizepräsident mit dem Auto gefahren, zum Auswärtsspiel im Emsland. Und das Spiel war gerade erst angepfiffen, der Vielfahrer Sitzberger hatte gerade erst im Stadion Platz genommen, da musste er auch schon wieder los. Sein Beifahrer: Jan Mauersberger, der kurz zuvor noch auf dem Rasen gestanden hatte, in der ersten Spielminute von Gegenspieler Tankulic aber derart im Gesicht getroffen worden war, dass es nicht mehr weiterging. Angesichts des Verdachts auf einen Jochbeinbruch entschied die medizinische Abteilung, dass Mauersberger baldmöglichst in einem Krankenhaus untersucht werden sollte. Und Sitzberger, ein Mann der Tat, verzichtete auf den Rest des Spiels, um ihn nach Bremen in die Klinik zu bringen.

Nach dem Spiel war bei Mauersbergers Kollegen das Mitgefühl groß: „Das ist für Jan einfach schade“, sagte Herbert Paul. Quirin Moll meinte, gerade einer wie Mauersberger hätte dem den Löwen gut getan: „Weil Jan einer ist, der hinten alles rausköpft.“ Seit dem ersten Spieltag hatte Routinier Mauersberger nicht mehr in der Startelf gestanden, dass er gegen Meppen wieder einmal ran durfte, war auch begünstigt durch den Ausfall von Linksverteidiger Phillipp Steinhart. Trotzdem schien er aufgrund seiner Erfahrung in den Planungen von Daniel Bierofka für die nächsten Wochen eine gewichtige Rolle gespielt zu haben. Angesichts des Verdachts auf Jochbeinbruch meinte der Trainer: „Das wäre ein schwerwiegender Ausfall. In der Phase, in der wir uns befinden, hätte er uns sehr geholfen.“  cf

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