München – Liverpools Trainer Jürgen Klopp ist die neue Nations League ein Dorn im Auge. „Es ist der sinnloseste Wettbewerb der Welt. Ich weiß gar nicht genau, was man da gewinnen kann. Irgendwie und irgendwo findet im Sommer nächsten Jahres ein Finale statt“, sagte er.
Wie alle Spitzenclubs muss auch Liverpool in den kommenden zehn Tagen zahlreiche Spieler für die jeweiligen Nationalmannschaften freistellen. „Es gibt keinen Verhandlungsspielraum mehr wie früher bei Freundschaftsspielen“, mosert Klopp. Zudem werde der neue Wettbewerb erneut eine verkürzte Sommerpause nach sich ziehen, auch damit könne er sich überhaupt nicht anfreunden. „Ich habe es im vergangenen Sommer bei unserem englischen Nationalspieler Jordan Henderson erlebt. Er hätte nach der WM eine längere Auszeit zum Regenerieren gebraucht, aber er hatte nur zwei Wochen Urlaub. Verrückt, aber leider wahr“, sagte der 51-Jährige.
Joachim Löw plagen vor den wegweisenden Spielen in den Niederlanden und Frankreich arge Personalsorgen. Der Bundestrainer musste gestern durch die verletzten Kai Havertz und Antonio Rüdiger zwei weitere Absagen hinnehmen. Löw nominierte Emre Can von Juventus Turin für die Duelle am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) in Amsterdam und drei Tage später in St. Denis beim Weltmeister (20.45 Uhr/ARD) nach.
Zuvor hatte bereits der Dortmunder Marco Reus wegen Kniebeschwerden seinen Verzicht erklären müssen. Ilkay Gündogan (Oberschenkel) und Nils Petersen (Schulter) waren von Löw wegen Blessuren gar nicht erst nominiert worden. Havertz erlitt am Sonntag mit Leverkusen beim 0:0 in Freiburg eine Knieprellung, Rüdiger (Chelsea) muss wegen Leistenproblemen passen. sid