Turnen
Weltmeisterin Pauline Schäfer kann nicht bei der WM antreten. Die Schwebebalken-Spezialistin aus Chemnitz leidet noch immer an einer Verletzung am Fußgelenk. Das gab der Deutsche Turner-Bund (DTB) gestern bekannt. Die WM findet vom 25. Oktober bis zum 3. November in Doha statt. „Der Fuß von Pauline ist derzeit nicht in dem Zustand, um der Belastung einer WM standhalten zu können“, sagte Cheftrainerin Ulla Koch. „Unser oberstes Ziel ist es, Pauline bei der Heim-WM im kommenden Jahr in Stuttgart fit an den Start zu bringen.“ Schäfer hatte sich während ihrer Bodenübung bei der ersten WM-Qualifikation in Stuttgart am 15. September ein Knochenmarködem im linken Fuß zugezogen. Bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig trat sie zwei Wochen später zwar an, konnte dort jedoch nur den Stufenbarren bestreiten.
Olympia
Deutschlands Sportler des Jahres Johannes Rydzek (26) vertritt bei der Vergabe von Olympischen Winterspielen eine unpopuläre Meinung. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, finde ich es grundsätzlich nicht falsch, Olympische Spiele an Orte in Ländern zu vergeben, dieas noch keine klassischen Wintersport-Nationen sind“, sagte der Olympiasieger der Nordische Kombinierer dem Onlineportal t-online. „Wenn man Winterspiele immer nur an die gleichen Orte vergibt, lässt man gleich zwei wichtige Chancen liegen. Einerseits kann in eher untypischen Ländern gar keine Wintersport-Tradition entstehen. Und andererseits verpasst man die Möglichkeit, den Sport leistungstechnisch und wirtschaftlich breiter aufzustellen“, sagte der zweifache Goldmedaillengewinner von Pyeongchang. Bei der Vergabe der Winterspiele 2022 an Peking nimmt Rydzek das IOC in die Pflicht. „In Ländern wie in China müssen andere Aspekte wie Menschenrechte, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit noch beachtet werden.“ Rydzek sieht die Vergabe nach Fernost gleichzeitig als Chance für die Weiterentwicklung des Sports. Die Entscheidung über die Winterspiele 2026 fällt zwischen den ehemaligen Olympia-Ausrichtern Calgary und Stockholm sowie Mailand mit dem ehemaligen Gastgeber Cortina d’Ampezzo.
Ski Nordisch
Auf eine Vierschanzentournee müssen die Skispringerinnen weiter warten, beim norwegischen Pendant sind Olympiasiegerin Carina Vogt und Co. künftig dagegen mit dabei. Bei der „Raw-Air-Tour“ in Norwegen mit Stationen in Oslo, Lillehammer und Trondheim gehen die Weitenjägerinnen im März 2019 erstmals gemeinsam mit den Männern an den Start. Das gab der norwegische Skiverband bekannt. Einzig das Skifliegen in Vikersund bleibt den Männern vorbehalten. Alle Frauen-Wettbewerbe werden auf der Großschanze ausgetragen.