Wie im Sturm ist auch die Besetzung der defensiven Außenbahnen ein Problem, das nicht erst seit Amsterdam besteht. Jonas Hector spielt mit dem 1. FC Köln in der Zweiten Liga, da leuchtet ein, dass die Umstellung auf einen Memphis Depay oder morgen Kylian Mbappé einen schwer zu schaffenden Quantensprung darstellt. Matthias Ginter spielt bei Gladbach in der Mitte, ein Spezialist an der Seitenlinie ist er nicht. Löw hat allerdings auch niemanden auf Sicht auf der Überholspur; Nico Schulz, Marvin Plattenhardt oder Marcel Halstenberg verbreiten international keinen Schrecken. Und der Augsburger Philipp Max ist dem Bundestrainer defensiv zu schwach. Bei der WM 2014 erfand Löw die Ochsenabwehr mit vier gelernten Innenverteidigern; womöglich muss er auch diesmal wieder solche Wege gehen. Mit neuem Personal. Foto: afp