Paffetts zweiter Streich

von Redaktion

DTM: Perfekter Abschied von Mercedes

Hockenheim – Den letzten Angriff des furiosen Titelverteidigers Rene Rast wehrte er ab – und sicherte sich mit einer fehlerfreien Vorstellung den zweiten Meistertitel in der DTM nach 2005: Der Engländer Gary Paffett, als Meisterschaftsführender ins letzte Saisonrennen in Hockenheim gegangen, wurde gestern Dritter. Das genügte, um Rekordfahrer Rast knapp auf Distanz zu halten. Zudem bescherte Paffett Mercedes den perfekten Abschied aus der DTM. Die Stuttgarter gewannen in ihrer letzten Saison in der Serie alle drei Wertungen: die Marken-, die Team- und dank Paffett auch die Fahrerwertung.

„Das ist unglaublich“, sagte Paffett nach der Zieldurchfahrt, während er im Cockpit mit den Tränen kämpfte: „Das ist der schönste Tag meines Lebens. Wir haben so hart gekämpft, das Auto war wunderbar. Wir haben es wirklich verdient.“

Doch die in dieser Saison anfangs so überlegenen Stuttgarter mussten lange zittern, bis Paffett über die Ziellinie raste und die entscheidenden Punkte holte. Rene Rast hatte bis zum Schluss für Hochspannung gesorgt. Der Audi-Pilot feierte gestern seinen sechsten Sieg in Serie und schrieb damit ein Kapitel DTM-Geschichte. Eine solche Erfolgsstrecke hat es in der Tourenwagenserie noch nicht gegeben, sie führte den vor Wochen noch scheinbar aussichtslos zurückliegenden Rast in der Gesamtwertung auf Platz zwei. Am Ende fehlten ihm ganze vier Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung.

Paffett aber, der 2019 mit Mercedes in die Elektroserie Formel E wechselt, hielt sich im Rennverlauf schadlos. Er scheute das ganz große Risiko und behielt auf Platz drei liegend die Ruhe. Anders als noch am Samstag schonte er auch seine Reifen, was sich gerade zum Ende des Rennens auszahlte.

Für Paul Di Resta dagegen verlief auch das zweite Rennen des Wochenendes völlig enttäuschend. Der schottische Mercedes-Fahrer, als Spitzenreiter nach Hockenheim gekommen, kam nur als 14. ins Ziel und musste sich mit Platz drei in der Gesamtwertung begnügen. Insgesamt zu wenig für den ambitionierten ehemaligen Formel-1-Fahrer, dessen Zukunft noch nicht geklärt ist. Den Weg in die Formel E wird er jedoch nicht mitgehen.  sid

Artikel 11 von 11