Als wäre es der letzte Zweikampf

von Redaktion

Tölzer Löwen mit Top-Einstellung gegen die DEL2-Spitzenteams

Bad Tölz – Bei den Tölzer Löwen ist ein Knoten geplatzt. Gegen die Mannschaften an der Spitze der DEL 2 hatte man sich nicht viel ausgerechnet. Doch mit einem 3:2 nach Verlängerung in Weißwasser und einem 6:2 gegen Frankfurt haben die Löwen fette Beute gemacht. Verantwortlich dafür waren Geduld, ein beherztes Penalty-Killing und wiedergefundene Abschlussfreude.

Nach dem Overtime-Sieg beim ehemaligen Spitzenreiter gingen die Tölzer selbstbewusst ins Heimspiel gegen Frankfurt, wo sie zuletzt mit 2:9 abgewatscht worden waren. Trainer Markus Berwanger hatte sein Team heiß auf eine Revanche gemacht. Die zweite Tölzer Sturm-Reihe mit Stephen MacAulay, Kyle Beach und Andreas Pauli lieferte gewohnt effizient.

Doch auch das Zusammenspiel zwischen Hannes Sedlmayr und dem länger verletzten Philipp Schlager klappte: Sie kombinierten flüssig, Sedlmayr stockte sein Punktekonto von drei auf sieben auf. Auch Umstellungen in der Abwehr zahlten sich aus. Berwanger hatte jeweils einem erfahrenen Verteidiger einen jungen an die Hand gegeben. Die Defensive mit einem starken Ben Meisner im Tor ließ wenig anbrennen, die Tölzer setzten Frankfurt unter Druck. „Wir sind in jeden Zweikampf gegangen, als wäre es der letzte“, lobt Berwanger.

Allerdings waren die Hessen auch kein Gegner zum Fürchten, verbrachten viel Zeit auf der Strafbank. Nur im Mitteldrittel drehten sie ein wenig auf, trafen erst den Pfosten und schließlich zum 1:3. Doch die Tölzer machten weiter Druck, mit dem 4:1 fiel eine Vorentscheidung. „Eine unglaubliche Energieleistung“, bescheinigt Berwanger seiner Mannschaft. „Wir haben Frankfurt nicht nur niedergekämpft, sondern auch gut Eishockey gespielt.“ Das war zuletzt nicht immer so, als die Löwen sieben Niederlagen in Folge kassierten. Jetzt haben sie sich belohnt. NICK SCHEDER

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