IN KÜRZE

Draisaitl lässt Edmonton jubeln

von Redaktion

Tennis

Das Traditionsturnier in Wimbledon führt im kommenden Jahr einen Tiebreak im fünften Satz ein. So soll künftig im entscheidenden Durchgang bei einem Stand von 12:12 nicht mehr weitergespielt werden, bis einer der beiden Profis zwei Punkte Vorsprung hat. Wimbledon ist damit nach den US Open das zweite der vier Grand-Slam-Turniere, das den Tiebreak im fünften Satz einführt. In New York wird dieser jedoch beim Stand von 6:6 ausgetragen. Bei den Australian Open und den French Open wird an der bisherigen Regelung festgehalten. In diesem Jahr hatte sich Kevin Anderson (Südafrika) im Halbfinale im zweitlängsten Wimbledon-Match der Geschichte nach sechs Stunden und 36 Minuten mit 26:24 im fünften Satz gegen John Isner (USA) durchgesetzt und eine Regeldebatte angestoßen. 2010 endete das Match zwischen Isner und Nicolas Mahut (Frankreich) nach drei Tagen und einer Spielzeit elf Stunden mit 70:68 im fünften Durchgang. „Wir glauben, dass die Zeit reif ist, den Tiebreak einzuführen bei Matches, die nicht zu einem vernünftigen Zeitpunkt im entscheidenden Satz beendet sind“, sagte Philip Brook, der Vorsitzende des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs.

Eishockey

Leon Draisaitl wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Ein paar Sekunden genoss der deutsche Eishockeystar den Jubel mit den Fans über seinen Siegtreffer in der Nachspielzeit, dann aber drehte er ab, zeigte mit dem linken Arm auf Connor McDavid und umarmte seinen Kapitän. Draisaitl war beim 3:2 der Edmonton Oilers gegen die Boston Bruins zwar der offizielle Matchwinner, doch die Liga NHL staunt vor allem über McDavid. „Bei ihm muss man immer für den Puck bereit sein“, sagte Draisaitl über seinen Sturmpartner. McDavid hatte ihm den zweiten Saisontreffer auf grandiose Art aufgelegt. Der kanadische Ausnahmestürmer ist damit an elf der bislang 13 Oilers-Treffer in dieser Saison beteiligt gewesen (4 Tore, 7 Assists). Elf Scorerpunkte oder mehr in den ersten fünf Spielen waren in der Geschichte der Oilers zuvor nur zwei Spielern geglückt: Legende Wayne Gretzky (7-mal) und Jari Kurri (1983). Nach dem dritten Sieg in Folge sieht Draisaitl sein Team in der Spur: „Siegerteams finden immer einen Weg.“  sid

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