„Manchmal ist es grausam“

von Redaktion

FORMEL 1 Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hofft, dass „der Renngott nächstes Jahr netter“ ist

Austin/Texas – Der Titelkampf in dieser Formel-1-Saison ist schon so gut wie verloren, für das nächste Jahr hofft Ferrari-Star Sebastian Vettel (31) auf ein bisschen mehr Glück. „Rennen fahren kann manchmal grausam sein“, sagte der Heppenheimer. Dieses Jahr hätten er und sein Team durchaus ihren Anteil daran gehabt, dass es für die Scuderia nicht wie erhofft lief. Doch Ferrari habe oft auch schlicht Pech gehabt: „Der Renngott könnte nächstes Jahr netter sein“, meinte Vettel.

Durch eigene Fehler sowie Patzer seines Teams hat der Heppenheimer in der WM gegen Titelverteidiger Lewis Hamilton (33) im Mercedes nur noch theoretische Chancen. Dennoch will Vettel das WM-Rennen so lange wie möglich offen halten. „Zu Hause bleiben ist keine Option. Aufgeben ist keine Option“, sagte er. Der Ferrari-Star will den Großen Preis der USA (Sonntag, 20.10 Uhr MESZ/RTL) unbedingt gewinnen, um die Entscheidung zu vertagen: „Das muss das Ziel sein.“

Hamilton holte aus den letzten sieben Rennen 168 von 175 möglichen Punkten und verwandelte so einen Acht-Punkte-Rückstand nach dem Rennen in Silverstone in einen Vorsprung von 67 Zählern. Setzen Hamiton und sein finnischer Teamkollege Valtteri Bottas in Austin ihre Doppelerfolgs-Bilanz mit dem dritten Coup nacheinander fort, kann Vettel machen, was er will – dann ist Hamilton schon in Texas zum fünften Mal nach 2008, 2014, 2015 und 2017 Weltmeister. Der Brite wäre damit bereits gleichauf mit der argentinischen Legende Juan Manuel Fangio. „Verrückt“ wäre das, ließ sich Hamilton zumindest entlocken. Ansonsten war der Brite um Normalität bemüht. „Es fühlt sich für uns an wie jedes andere Wochenende“, sagte er. „Das Ziel ist simpel: Wir wollen gewinnen.“ dpa/sid

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