Manchester – Im Trikot von Manchester United reifte Cristiano Ronaldo einst zum Weltfußballer, bei seiner Rückkehr nach Old Trafford will er nun nicht nur Ex-Coach José Mourinho seine anhaltende internationale Klasse beweisen. Nachdem der Portugiese in seinem ersten Champions-League-Spiel für Juventus Turin gegen Valencia nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte, wird sein Einsatz heute sehnlichst erwartet. „CR7 ist bereit für seine Rückkehr“, schrieb „Tuttosport“.
Ronaldo ist nach schwerem Start bei Juve und den Vergewaltigungsvorwürfen sportlich wieder in Topform. Vom unerfahrenen 18-Jährigen sei er zum „besten Fußballer des Planeten“ gereift, schreibt Englands Rekordmeister selbst auf seiner Homepage und widmet Ronaldo schon jetzt einen Platz in der virtuellen Ruhmeshalle. 2009 ging Ronaldo für die damalige Rekordsumme von 94 Millionen Euro zu Real Madrid. Die Champions League hatte er da bereits gewonnen, ebenso unter anderem dreimal die englische Meisterschaft. In Manchester wissen die Fans, was er für den Club geleistet hat. „Es war unglaublich“, sagte Ronaldo, als er 2013 mit Real das erste und bislang einzige Mal nach Manchester zurückkehrte. „Ich habe keine Worte dafür, wie sich das anfühlt. Die Fans haben dafür gesorgt, dass ich schüchtern werde.“ Damals verlor der Offensivstar mit Real 1:2, mit Juve soll der nächste Schritt in Richtung Achtelfinale gelingen.
Drei Jahre waren beide gemeinsam bei Real Madrid angestellt und sind „im Schlechten auseinander gegangen“, wie die „Gazzetta dello Sport“ urteilte: „Auf der Bühne des Theaters der Träume müssen sich die beiden illustren Persönlichkeiten des modernen Portugals die Hand reichen.“ Die beiden Alphatiere sollen nicht mehr als nötig miteinander gesprochen und immer wieder unterschiedliche Ansichten vertreten haben. Mourinho lobte seinen ehemaligen Schützling am Montag trotzdem: „Er ist einer der besten Spieler aller Zeiten, niemand kann etwas anderes sagen. Das ist ganz einfach.“
Ein „spezielles Wiedersehen für die Nummer sieben“ sei es, schrieb „Corriere della Sera“. Aber das Blatt stellte auch fest: „Cristiano Ronaldo kehrt nach Hause zurück.“