Unterhaching – Das Wetter war nicht ideal, aber es kamen sogar extra Leute in den Sportpark, die gar nicht zur Drittligapartie der SpVgg Unterhaching gegen Karlsruhe wollten – um sich bei der Aktion mit DKMS im Kampf gegen den Blutkrebs zu beteiligen, zu der der Club aufgerufen hatte. Alles zusammen genommen ließen sich 114 Menschen in der Stammzellenspenderdatei registrieren, zudem kamen bisher rund 1500 Euro an Spenden rein.
„Wir sind absolut zufrieden, es war super, dass sich so viele beteiligt haben – Mannschaft, Präsidium, Mitarbeiter im Verein, Fans. Man hat gemerkt, dass Haching Bock auf soziales Engagement hat“, sagte Markus Schwabl, dessen Frau Rena die Aktion arrangiert hatte.
„Ich bin da schon ein bisschen stolz auf diesen Verein“, meinte sein Papa, Präsident Manfred Schwabl: „Du musst hier keinen bitten, wenn du so etwas durchziehen willst. Wir werden solche Aktionen ausbauen. Uns geht es dabei nicht drum, dass die Leute sagen: ,Ui, super, was die in Haching machen!’ Ich finde, als Fußballverein hast du ganz einfach auch die Verantwortung, dich für das Allgemeinwohl einzubringen.“ Es ginge dabei nicht immer um Geld, so der Clubchef, oft sei auch einfach wichtig, auf gewisse Themen aufmerksam zu machen. Zum Beispiel, wie simpel man sich gegen Blutkrebs engagieren kann.
Die Initiative „Haching schaut hin“ habe man nicht umsonst gegründet, erklärte Schwabl: „Nicht wegschauen, sondern immer hinschauen, das hilft meistens schon, um etwas ins Rollen zu bringen.“ Die Aktion am Samstag war nicht die erste der Hachinger für einen guten Zweck. Auch für die Zukunft hat sich die SpVgg vorgenommen, sich regionalen Problemen zuzuwenden. ANDREAS WERNER