München – Die Partie war eng, wie erwartet, entsprechend froh ist Bayerns Trainer Thomas Wörle über das 2:0 beim Verfolger SGS Essen. „Meine Mannschaft hat gegen die konterstarke SGS sehr diszipliniert und stabil verteidigt“, lobte der Coach, „und in den entscheidenden Momenten haben wir in der Offensive zugeschlagen. Ich bin mit der Teamleistung am Ende der zweiten englischen Woche in Folge sehr zufrieden.“
Die Münchnerinnen halten sich trotz eines harten Programms und massiver Personalsorgen schadlos. In Essen sorgte nicht nur der Sieg für gute Laune, sondern auch die Nachricht, dass sich das Lazarett langsam ausdünnt. Kapitänin Melanie Leupolz, Arbeitsbiene Gina Lewandowski und Torjägerin Fridolina Rolfö erweitern die Bandbreite der Bayern gerade zur rechten Zeit, denn der Takt bleibt hoch: Bereits morgen steht das nächste Spiel an, in der Champions League ist das Erreichen des Viertelfinales nach einem 2:0 im Hinspiel beim FC Zürich wohl eine reine Formalie (Anstoß 19 Uhr, FC Bayern Campus). Das Rückkehrer-Trio war in Essen eine große Hilfe – neue Kräfte wie aus dem Katalog.
Man habe etwas gebraucht, „bis wir ins Spiel gefunden haben. Dann haben wir aber mehr und mehr dominiert, hätten das 1:0 früher machen können“, sagte Leupolz, „es war vielleicht kein allzu schönes Spiel, aber das ist in englischen Wochen manchmal nicht zu vermeiden. Letztendlich haben wir verdient gewonnen. Wir wollen jetzt so weitermachen.“ Rolfö sah im Spiel „Höhen und Tiefen“. Aber Bayern habe „immer mehr Kontrolle bekommen. Nach dem 1:0 konnten wir befreit aufspielen.“ Das 2:0 steuerte die Rückkehrerin selbst bei.ANDREAS WERNER