Bad Tölz – Er hatte die Beständigkeit vermisst. „Wir müssen konstanter werden“, sagte kürzlich Stephen MacAulay, der kanadische Torjäger der Tölzer Löwen in der DEL2. So gesehen dürfte ihn das Wochenende trotz einer kampfstarken Leistung, effizientem Powerplay und einem 3:2-Sieg gegen Dresden nicht zufriedengestellt haben. Denn es blieb bei drei Punkten vom Freitag, die Löwen versäumten es am Sonntag bei Schlusslicht Bayreuth, sich vom Keller abzusetzen.
Sie waren zu verspielt, ließen die Effektivität im Powerplay gegen Dresden vermissen und mussten sich trotz etlicher Überzahl-Möglichkeiten mit 2:4 geschlagen geben. „Wir haben es viel zu kompliziert gemacht. Wir wollten alles spielerisch lösen“, ärgert sich Löwen-Trainer Markus Berwanger über die vermeidbare Niederlage. MacAulay brachte die Löwen in Führung. Doch nach einigen Schludrigkeiten zogen die Tigers auf 3:1 davon. Wenigstens verkürzte Lubor Dibelka vor der Pause auf 2:3. Der letzte Treffer für Tölz in 40 Rest-Minuten. Und die letzte einfache Aktion.
Im Anschluss passten die Löwen zu viel herum, anstatt den Abschluss zu suchen. Komplizierte Angriffe wie auf der Taktiktafel. So war das 2:4 früh im Mitteldrittel eine Art Vorentscheidung. Berwanger: „Bayreuth hat befreit aufgespielt, mit Mann und Maus verteidigt, hat sich in jeden Schuss geworfen.“
Ein Sieg hätte die Löwen in Reichweite der Playoff-Plätze gebracht. Auch dank des Erfolgs gegen Dresden. Da lagen die Löwen nach einer halben Stunde mit 3:0 in Führung. Alle drei Treffer dank druckvollem Powerplay. Doch das Spiel wurde noch einmal spannend, weil Dresden herankam und in der Schlussphase bei Tölzer Strafzeit und ohne Torwart sogar in doppelter Überzahl auf den Ausgleich drängte. Aber die Löwen zeigten Einsatz, warfen sich dem Ansturm entgegen und hielten auch dank eines starken Ben Meisner zwischen den Pfosten den Sieg fest. NICK SCHEDER