Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung will die SpVgg Unterhaching den Plan umsetzen, die Lizenzabteilung aus dem Verein auszugliedern. Bereits beim Treffen vor einem Jahr wurde dem Präsidium mit fast 100 Prozent der Auftrag erteilt, den Teilbereich in eine Kapitalgesellschaft zu überführen. „Das klare Votum für die Ausgliederung sehen wir als einen sehr großen Vertrauensbeweis für uns“, erklärt Präsident Manfred Schwabl, „und es ist auch eine ganz eindeutige Aufgabe, das jetzt umzusetzen. Ich habe sowieso immer betont, dass der Schritt alternativlos ist, wenn wir uns im bezahlten Fußball auf Dauer stabil bewegen wollen.“ Schwabl verknüpft seine Tätigkeit auch mit der Ausgliederung, „da mache ich seit langem keinen Hehl daraus. Wir haben einen super Weg genommen, aber nur wenn wir das jetzt konsequent weiterführen, macht es Sinn. Sonst ist das hier alles irgendwann nur noch Breitensport.“ Am 6. November um 19 Uhr lädt der Drittligist alle Interessierten zu einem Informationsabend auf die „Hachinger Alm“ im Sportpark ein. „Nur mit der Ausgliederung kann man sicherstellen, dass langfristig nicht die Gemeinnützigkeit des e.V. gefährdet wird, die Strukturen professioneller werden und man auf geeignete Investoren zugehen kann“, sagt Schwabl, „unsere Mitglieder haben das schon letztes Jahr genauso gesehen. Und jetzt wollen wir auf der Jahreshauptversammlung in diesem Jahr gemeinsam den nächsten nötigen Schritt gehen.“ ANDREAS WERNER