Bewerbung fest

von Redaktion

Calgary – Vor dem Rathaus jubelten die Olympiafans, Bürgermeister Naheed Nenshi schwärmte von einem „fantastischen Deal“, als hätte Calgary das Rennen um die Olympischen Winterspiele 2026 schon gewonnen. Die kanadische Stadt hält zwar nun doch an seiner Bewerbung fest. Aber aber das letzte Wort haben die Bürger.

Der Stadtrat stimmte am Mittwoch einer Fortsetzung der Kampagne und einem tags zuvor aufgestellten Finanzierungsplan der kanadischen Regierung und der Provinz zu. Die Vorschläge sehen vor allem geringere Kosten vor. Trotzdem votierten acht der fünf Mitglieder im Stadtrat bei der Sitzung am Mittwoch dagegen, für einen Abbruch der Bewerbung wären allerdings zehn Nein-Stimmen nötigt gewesen. Nun sollen die Einwohner Calgary in einem Referendum am 13. November über die Bewerbung abstimmen.

Damit bleiben dem Internationalen Olympischen Komitee IOC für die Winterspiele in acht Jahren mit Calgary, Stockholm und Mailand zunächst alle drei bisherigen Bewerber im Rennen – und womöglich kommt noch ein vierter hinzu. Buenos Aires und die 3000 Kilometer südlich gelegene Provinzstadt Ushuaia in Feuerland prüfen, ob sie sich nachträglich um die Winterspiele 2026 bewerben.

Wie bei Calgary ist auch bei den Schweden und Italienern ist allerdings unklar, ob sie ihre Bewerbungen bis zur Wahl des Gastgebers 2026 auf dem IOC-Kongress im kommenden Juni in Lausanne aufrechterhalten können. Stockholms neuer Stadtrat hat sich gegen die Kampagne ausgesprochen. Mailand, das zusammen mit Cortina d’Ampezzo antritt, fehlt noch staatliche Unterstützung. Anfang Oktober hatte das IOC den türkischen Bewerber Erzurum von der Liste der möglichen Kandidaten für 2026 gestrichen.  sid/dpa

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