München – Die Erinnerungen an das „Finale dahoam“ bereiten bis heute Schmerzen, aber von so etwas darf man sich im Sport nicht nachhaltig irritieren lassen. Der FC Bayern bewirbt sich mit der Allianz Arena erneut um die Ausrichtung eines Endspiels in der Champions League, er möchte 2021 Gastgeber sein.
„Trotz der Niederlage und der großen sportlichen Enttäuschung 2012 gegen Chelsea denken wir noch sehr gerne an das ,Finale dahoam’ zurück“, ließ Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge via Presseerklärung wissen. „Wir würden uns glücklich schätzen, die Fußball-Welt in München erneut willkommen zu heißen.“ Bis zum 15. Februar müssen die Unterlagen vom DFB bei der UEFA eingereicht werden, die Entscheidung fällt im Frühjahr. Einziger Konkurrent ist St. Petersburg. Die Russen bewerben sich mit ihrem neuen WM-Stadion. Doch die Bayern müssen moderne Standards nicht fürchten, Jahr für Jahr wird ihre Arena auf Top-Level gehalten. „Wir sind bei Neuerungen immer ein Vorreiter und europaweit ein Leuchtturm“, meinte Stadion-Geschäftsführer Jürgen Muth zu unserer Zeitung nach dem Update in diesem Sommer. „Wir wollen eines der besten Stadien der Welt sein. Von der Infrastruktur her gibt es in Europa sicher keine vergleichbare Arena. Generell spielen wir in der internationalen Spitzenliga mit.“
Bisher richtete München vier Mal das Finale im Europapokal der Landesmeister aus, drei Mal davon aber noch im Olympiastadion und eines noch im alten Modus (1979). Als die Königsklasse 1993 eingeführt wurde, war man erster finaler Gastgeber des neuen Formats. „Mit dem Champions League-Endspiel 2012 haben wir Maßstäbe gesetzt“, erklärte Muth, „das weiß auch die UEFA.“ Allein das Ergebnis passte damals nicht – aus Sicht der Münchner zumindest. awe