Frustriert nach München

von Redaktion

Bayern-Gegner SC Freiburg scheitert an Kiel – Petersen fehlt

Kiel – Die Spieler aus dem Breisgau verzichteten aus gegebenem Anlass auf kesse Kampfansagen in Richtung des Rekordmeisters. Zu tief saß der Frust bei den Profis des SC Freiburg nach dem völlig unnötigen Pokal-K.o. beim Zweitligaclub Holstein Kiel. Von einem Coup im anstehenden Duell bei den zuletzt wackeligen Bayern mochte kurz nach dem schmerzlichen Rückschlag kein Breisgauer fabulieren.

„Das wird kein Zuckerschlecken Wir schauen, was geht“, sagte Nils Petersen nach dem 1:2 in Kiel zum anstehenden Auftritt am Samstag beim FC Bayern. Es waren noch die mutigsten Sätze, die dem Torjäger über die Lippen gingen. Der Stürmer wird am Samstag fehlen, er laboriert an einer Muskelverhärtung und reiste gestern zurück nach Freiburg statt mit der Mannschaft nach München.

Statt nach dem überzeugenden 3:1 in der Liga gegen Mönchengladbach seiner Favoritenrolle im Pokal gerecht zu werden, präsentierten sich die Freiburger mit viel zu wenig Durchschlagskraft. Trotz des Blitzstarts mit Petersens Treffer nach 43 Sekunden ließ sich Freiburg das Spiel aus der Hand nehmen, „Wir haben es versaubeutelt. Das Ausscheiden ist brutal bitter, weil es nicht notwendig war“, sagte Petersen.

Trainer Christian Streich machte die mangelnde Präzision als zentralen Kritikpunkt aus. „Wir hatten so viele Situationen, in denen wir im vorderen Drittel die Bälle nicht sauber genug weiterspielen“, sagte der 53-Jährige.

Sowohl Streich als auch seine Profis werteten den Auftritt in Kiel aber nicht als spielerischen Kollaps, sondern verwiesen auf positive Ansätze. Bei den Bayern hat Freiburg seit 1997 nicht mehr gepunktet. Streich hofft nun auf das Ende der Negativserie in München. „Wir wollen alles tun, dass das vielleicht irgendwann mal möglich ist – also in meinem Leben noch“, sagte der Freiburg-Coach.  sid

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