Galopp in Riem: Iquitos deklassiert die Konkurrenz

von Redaktion

München – Es gab im Juli dieses Jahres ein hochklassiges Galopprennen in München, da war Trainer Hans-Jürgen Gröschel gar nicht gut auf Eddy Hardouin zu sprechen gewesen. Sieg verpasst. An Allerheiligen jedoch, nach dem Sieg von Iquitos im Großen Preis von Bayern auf der Riemer Rennbahn, klang Gröschel ganz anders. „Das war perfekt, einfach perfekt!“

Immerhin hatten der französische Reiter und der sechs Jahre alte Hengst die Konkurrenz in dem Gruppe I-Rennen, dem letzten der Saison in Deutschland, deklassiert – vier Längen betrug der Vorsprung von Iquitos vor dem erklärten Favoriten Defoe. „Alles hat er richtig gemacht“, schwärmte Gröschel über seinen Jockey. Nachdem der Sechsjährige zunächst wie gewohnt am Ende des Feldes lag, „hat Eddy gewartet bis innen die Lücke aufgegangen ist und dann ab.“ Dabei wäre die wichtige Rolle des lange führenden Windstoß fast untergegangen. Damit Galopper wie Iquitos ihren Speed ausspielen und das Feld von hinten aufrollen können, muss ein Rennen ausreichend schnell sein und exakt das Tempo habe Windstoß unter Jockey Adrie de Vries vorgelegt, sagte Gröschel. Dass für Windstoß, immerhin Sieger des Deutschen Derbys 2017, am Ende nur der vierte Platz blieb, nahm dessen Trainer Markus Klug offenbar gelassen hin. „Er sollte schon ziemlich weit vorne gehen und hat auch ziemlich lange durchgehalten, aber dann waren halt drei bessere Pferde vor ihm“, meinte Klug, klang dabei aber nicht wirklich überzeugt. Neben Iquitos und Defoe war auch noch Dee Ex Bee an Windstoß vorbeigezogen. CHRISTIAN WANNINGER

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