In einer Reihe mit Paris und Barcelona

von Redaktion

Bayern-Frauen erreichen zweites Mal in ihrer Geschichte Europas Top 8

VON ANDREAS WERNER

München – Jill Roord fand es einfach „genial“: Das Frauen-Team des FC Bayern hat sich zum zweiten Mal in seiner Geschichte für das Viertelfinale in der Champions League qualifiziert, da kann man schon mal guter Dinge sein. Zumal das 3:0 gegen den FC Zürich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr geraten war. Jill Roord hatte das 2:0 beigesteuert, Sara Däbritz mit dem ersten Treffer bereits die Richtung festgelegt und Dominika Skorvankova die Sache besiegelt. Man hätte noch mehr Tore schießen können, meinte Jill Roord, „aber wir haben einfach gut kombiniert und viel Spaß am Spiel“. So warten die Münchnerinnen nun fröhlich, was die Auslosung der nächsten Runde am 9. November so ergeben wird.

In Nyon schlummern dann ein paar Riesen im Lostopf; Olympique Lyon und Paris St. Germain etwa, die mit dem VfL Wolfsburg die europäische Frauen-Szene schon seit Jahren dominieren. Auch ein Duell mit dem FC Barcelona ist möglich, der erst seit Kurzem in die Sparte eingestiegen ist und sich auch bei den Frauen einen Namen machen will. Es sei überragend, in einer Reihe mit solchen Kalibern zu stehen, fand Sara Däbritz, „das ist ein richtig geiles Gefühl“. Die Nationalspielerin erzielt seit Wochen verlässlich Tore und knüpft im ersten Halbjahr der Saison 2018/19 exakt an die starken Leistungen aus der vergangenen Rückrunde an. „Wir haben Zürich die komplette Zeit über dominiert und absolut verdient 3:0 gewonnen“, analysierte sie. Das souveräne Erreichen der Runde der Top 8 war auch ihr Verdienst.

Fridolina Rolfö, die nach ihrer Verletzung immer besser in Schwung kommt und bereits in der Anfangsphase das eine oder andere Tor hätte machen können, fand, man habe „extrem viel Ballbesitz“ gehabt, außerdem sei „die Abwechslung zwischen ruhiger Kontrolle und schnellen Tempoverschärfungen sehr gut gelungen“. Das sah Trainer Thomas Wörle genauso: „Wir haben flüssig kombiniert, das Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde kontrolliert.“ Auch nach den vergebenen Chancen sei man „nie nervös geworden. Das war unheimlich souverän, einfach eine starke Leistung.“ Oder anders gesagt: „Genial.“

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