Frankfurt – Das schwächste Länderspieljahr in der DFB-Geschichte mit dem historischen WM-Aus und sechs Niederlagen hat Joachim Löw schon jetzt zu verantworten, zum Ausklang geht es für den Bundestrainer nur noch um Schadensbegrenzung. Mit welchem Kader Löw den drohenden Abstieg in der Nations League verhindern will, gibt er heute Nachmittag bekannt. Zuvor stärkte ihm der DFB-Präsident den Rücken.
„Wir haben uns im Präsidium nach der WM im Sommer die Frage gestellt, wer der Richtige ist, um den Neuaufbau einer neuen Mannschaft voranzutreiben“, sagte Reinhard Grindel bei einer Veranstaltungsreihe des ,Darmstädter Echo’ und gab selbst die Antwort: „Wir trauen Joachim Löw absolut zu, dass er das bis 2020 schafft.
Löw wird heute sein Aufgebot für das Testspiel am 15. November gegen Russland sowie das letzte Spiel in der Nations League vier Tage später gegen die Niederlande bekannt geben. Der Gladbacher Jonas Hofmann, Maximilian Eggestein von Werder Bremen oder Leipzigs Marcel Halstenberg dürfen sich Hoffnung auf eine Nominierung machen.
„Leider haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand“, sagte Stürmer Timo Werner bei dfb.de: „Es ist nicht so, dass alles zusammenbrechen würde, wenn wir absteigen sollten. Aber es wäre schon wertvoll und wichtig, den Abstieg noch zu verhindern.“
Ein deutscher Erfolg wäre auch wichtig, um bei der Auslosung der EM-Qualifikation am 2. Dezember in Dublin als Gruppenkopf gesetzt zu werden. „Viel wichtiger“ als die Nationenliga sei das, wie er zuletzt betont hatte: „Für uns geht es darum, bei der EM 2020 eine starke Mannschaft auf dem Platz zu haben.“
Diese soll um den Titel spielen. Auch deshalb muss Löw seinen beim 1:2 in Frankreich eingeschlagenen Weg der Verjüngung weitergehen. Nicht auszuschließen ist, dass beim Treffen am Montag in Leipzig die ein oder andere Größe fehlen wird. sid