Robben fehlt im Bayern-Bus

von Redaktion

Der Niederländer muss wegen seiner Kniebeschwerden auf die Reise nach Dortmund verzichten

München – Mit Druck, sagt Niko Kovac, müsse ihm vor diesem Spiel niemand kommen. Als Nationaltrainer hat er mit Kroatien die Playoffs zur WM bestritten, „da ging es um viel Geld für einen kleinen Verband“. Als Vereinstrainer hat er mit Eintracht Frankfurt an der Bundesliga-Relegation teilgenommen: „Da ging es um Existenzen. Das war Druck!“ Verglichen damit ist das Gastspiel des FC Bayern in Dortmund bei Borussia Dortmund nur eine kleine Aufwallung: „Adrenalin gehört dazu, aber Angst und Druck kenne ich nicht.“

An Adrenalin wird es tatsächlich nicht mangeln, wenn die Bayern als Tabellendritter am Samstagabend den Spitzenreiter herausfordern. Der elfte Spieltag ist ein zu früher Zeitpunkt, um von einer Vorentscheidung in der Meisterschaft zu sprechen, aber für gehörige Unruhe in diesem notorisch aufgeregten Club würde ein Misserfolg allemal sorgen. „Sieben Punkte wären viel“, sagt Kovac über den Rückstand im Falle einer Niederlage. Andererseits gibt er zu bedenken, was im Fall eines Bayern-Sieges wäre: „Ein Punkt wäre wenig.“

Zu diesem Zeitpunkt, in der Pressekonferenz am Mittag, stand noch nicht fest, ob der Trainer im Spitzenspiel wieder auf Arjen Robben würde zurückgreifen können. Nach seiner Blockade im Knie hatte der Niederländer am Donnerstag die ersten zarten Trainingsversuche unternommen, aber noch Probleme gehabt. Schon da sah es nicht gut aus mit einem Einsatz im Westen, und letztlich versäumte Robben dann auch die letzte Einheit vor der Abreise. Die Fahrt zum Flughafen traten die Bayern ohne ihren Rechtsaußen an.

Robben hat unvergessliche Spiele gegen den BVB bestritten. Tragische wie 2012, als er einen Elfmeter verschoss und eine 0:1-Niederlage das Aus der Bayern im Titelrennen besiegelte, und glorreiche wie im Champions League-Finale 2013. Wie kaum ein anderer im Kader kennt er die spezielle Intensität dieser Duelle. „Das ist ein Klassiker“, sagt Kovac vor seiner persönlichen Premiere. Auch aus der Distanz, als er noch nicht ihr Trainer war, hat er mitbekommen, was seine heutigen Schützlinge in wichtigen Momenten auszeichnet: „Da sind sie ganz groß. Ich bin überzeugt, dass sie ihren Mann stehen werden.“ Eine Niederlage schließt er aus: „Ich denke positiv.“  mb

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