Sinsheim – Julian Nagelsmann war so gut gelaunt, dass er den Journalisten sogar die Überschriften diktierte. „Ein Wellenbad der Gefühle in Sinsheim – der Wahnsinn“, kommentierte der Trainer der TSG Hoffenheim grinsend das Auf und Abs in den vergangenen Wochen.
Die prächtige Stimmung hatte ihren Grund. Das glückliche 2:1 gegen den FC Augsburg war der vierte Bundesliga-Sieg der TSG in Folge. Dazwischen lagen aber auch das Aus in der 2. Runde des DFB-Pokals und die Rückschläge in der Champions League. Dementsprechend malte der 31-Jährige bei seinem Zwischenfazit nach einem Drittel der Spielzeit nicht alles rosarot. „Zufriedenstellend ist auf jeden Fall, dass wir im zweiten Block in der Liga, also zwischen den beiden Länderspielpausen, sehr erfolgreich gepunktet haben“, sagte der scheidende Coach, der ab der kommenden Saison Leipzig betreut: „Was ärgerlich ist, ist unsere Lage in der Champions League. Dort hätten wir mehr Punkte gebraucht – und wir hätten auch mehr verdient.“
Verdient war der Dreier gegen den FCA, der noch nie in Sinsheim gewonnen hat, nicht unbedingt. Die Gäste waren mindestens ebenbürtig. Dennoch sorgten Vize-Weltmeister Andrej Kramaric (65.) und Reiss Nelson (83.) eine Minute nach seiner Einwechslung für den TSG-Sieg vor 27009 Zuschauern. Der Treffer des Augsburger Torjägers Alfred Finnbogason (69.) brachte den Gästen am Ende nichts. sid