Sturms missglückte Premiere

von Redaktion

Vor dem neuen Co-Trainer der Los Angeles Kings liegt noch viel Arbeit

Los Angeles – Das NHL-Debüt ihres bisherigen Bundestrainers Marco Sturm schien die Eishockey-Nationalstürmer Leon Draisaitl und Tom Kühnhackl zu beflügeln. Mit ihren Glanzleistungen stellten die beiden Sturms missglückte Premiere als Co-Trainer der Los Angeles Kings in den Schatten. Der 40-Jährige sah am Dienstagabend ein 1:5 seiner Kings gegen die Toronto Maple Leafs.

Erst wenige Stunden zuvor war Sturm nach seinem emotionalen Abschied vom Nationalteam beim Deutschland Cup in Krefeld in Los Angeles angekommen. „Es geht alles Schlag auf Schlag. Das Geschäft geht weiter“, sagte Sturm. Für ihn bleibt viel Arbeit: Sturm ist beim aktuell schlechtesten NHL-Team für die Offensive und das Powerplay zuständig. Über den Einstieg als Co-Trainer will sich der erfolgreichste Bundestrainer der Historie des Deutschen Eishockey-Bundes für einen Cheftrainerposten in der nordamerikanischen Profiliga empfehlen.

Etwas kurios ist die Konstellation aufgrund Sturms größtem Erfolg als Trainer bislang. Deutschland fügte bei Olympia Kanada im Halbfinale eine 3:4-Niederlage zu. Vor allem mit ihrem Offensivschwung entzauberte das DEB-Team damals den Favoriten. ehe es im Finale an Russland scheiterte. Kanadas Olympia-Coach damals: Willie Desjardins, aktuell Interims-Cheftrainer der Kings.

Kühnhackl, der Deutschland einst mit seinem Tor in der Olympia-Qualifikation gegen Lettland nach Pyeongchgang geschossen hatte, zeigte derweil seinen bislang stärksten Auftritt in dieser Saison. Für sein neues Team New York Islanders traf der zweimalige Stanley-Cup-Sieger beim 5:2 gegen die Vancouver Canucks doppelt und wurde zum besten Spieler des Spiels gewählt – ebenso wie Draisaitl beim 6.2 seiner Edmonton Oilers gegen die Montreal Canadiens gekürt. Der 23-jährige Topstürmer steuerte einen Treffer und zwei Torvorlagen bei.  dpa

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