München – Der Biathlon-Weltverband IBU hat Russlands Verband RBU für eine Wiedererlangung der vollwertigen Mitgliedschaft strenge Richtlinien auferlegt. Die neuformierte IBU-Spitze um Präsident Olle Dahlin präsentierte bei einem Treffen mit Vertretern der RBU am Donnerstag in Moskau zwölf Kriterien, die der russische Verband erfüllen muss.
Zu den wichtigsten Punkten gehören der Zugang zu den Daten des Moskauer Anti-Doping-Labors und die volle Kooperation bei den Untersuchungen zu potenziellen russischen Verstößen gegen Anti-Doping-Regeln in der Vergangenheit. Ebenfalls forderte die IBU die Einrichtung eines speziellen Programms zur Doping-Prävention sowie ein effektives Testverfahren für russische Biathleten. Dazu kommt eine verbindliche Anti-Doping-Ausbildung für die Sportler. Eine Deadline zur Erfüllung der Kriterien gibt es laut Dahlin nicht,
Eine Wiederaufnahme als vollwertiges IBU-Mitglied ist auch daran gekoppelt, dass die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA im Einklang mit dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA agiert. sid