Misslungenes Ehliz-Debüt

von Redaktion

EHC München verliert überraschend in Schwenningen nach Verlängerung 3:4

VON CHRISTOPH FETZER

Schwenningen – Viel ist in den vergangenen Tagen über Yasin Ehliz geschrieben und gesprochen worden. Der 25-jährige Nationalspieler war aus Nordamerika nicht zu seinem letzten Verein Nürnberg Ice Tigers zurückgewechselt, sondern zum EHC München. Das hatte für eine Menge Unruhe und bei den Nürnbergern für offenen Unmut gesorgt. Gestern Abend spielte Ehliz zum ersten Mal für seinen neuen Verein. Das Debüt misslang. Der EHC München verlor beim Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings mit 3:4 nach Verlängerung (1:1, 0:1, 2:1, 0:1).

Ehliz lief in einer Reihe mit den beiden Youngstern Maximilian Daubner und Jakob Mayenschein auf. Er rannte und kämpfte, wie man es von ihm gewohnt ist. Ehliz schoss aufs Tor, wenn sich die Chance ergab. Aber er blieb in seinem ersten Spiel ohne Scorerpunkt.

Dem Rest der Mannschaft war anzumerken, dass sie weiter auf einige verletzte Leistungsträger verzichten muss. Die Länderspielpause, davor hatte der EHC sieben Siege in Serie eingefahren, schien das Team aber ein wenig aus dem Rhythmus geraten zu sein. Im ersten Drittel spielten die Münchner knapp acht in Unterzahl. Auch beim Führungstreffer durch EHC-Topscorer Maximilian Kastner (18.) waren sie mit einem Mann weniger auf dem Eis. Andreé Hult glich 68 Sekunden später in Überzahl aus.

Kurios: Die Schiedsrichter hatten Kastners Treffer zunächst nicht anerkannt. Erst als das Drittel vorbei war, wurde der Videobeweis bemüht. Der Treffer zählte, die Uhr wurde zurückgestellt, die letzten 2:22 Minuten noch einmal gespielt, und durch Hult fiel noch ein weiterer Treffer.

Die Schwenninger spielten unter ihrem neuen Trainer Paul Thompson zunächst mutiger und offensiver als zuletzt unter Pat Cortina. Andreé Hult erzielte das 2:1 (32.), 19 Sekunden später scheiterte Phil McRae mit einem Penalty an der Latte. Dazu hatte der EHC Glück, dass Jakob Mayenscheins Check gegen den Kopf des Schwenninger Stürmers Istvan Bartalis nicht geahndet wurde. Im dritten Drittel drehten Frank Mauer (53.) und Mark Voakes (59.) mit ihren späten Toren zum 3:2 das Spiel. Doch 32 Sekunden vor Schluss glich Istvan Bartalis noch einmal aus und in der Verlängerung schoss Ville Korhonen die Wild Wings tatsächlich zum erst dritten Saisonsieg.

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